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Thurgauer Mafiaboss muss sechs Jahre ins Gefängnis

Ein italienisches Gericht bestätigt Verbindungen der kalabrischen 'Ndrangheta in die Schweiz.

Bereits Anfang März 2011 war er im Visier der Strafverfolgung, in den italienischen Medien wurde sogar schon von einer «unmittelbar bevorstehenden Verhaftung» geschrieben. Das hinderte den in Kreuzlingen wohnhaften D.F. nicht, sich für eine Motorrad-Rallye anzumelden und in Genua die Fähre nach Sizilien zu besteigen. Doch dann schnappten die italienischen Carabinieri zu und verhafteten den mutmasslichen Mafioso. Das war Ende Mai 2011.

Seither sitzt der Prokurist aus dem Thurgau in Süditalien in Haft. Nun hat ihn das Strafgericht in Reggio Calabria zu einer Gefängnisstrafe von sechs ­Jahren verurteilt. Über die Details zum Prozess will sich der zuständige Anti-Mafia-Staatsanwalt Nicola Gratteri nicht äussern; im Gespräch mit dem Tessiner Fernsehen vor einem halben Jahr liess er aber durchblicken, dass die Klage auf «Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation» laute.

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