Zum Hauptinhalt springen

Wahlbetrug im Wallis? SVP reicht Beschwerde ein

Beim Urnengang, bei dem Oskar Freysinger abgewählt wurde, soll es zu Manipulationen gekommen sein. Seine Partei ist «schockiert über diese Betrugsfälle».

oli
Betrug bei den Staatsratswahlen im Februar: Plakate der Walliser Kandidaten in Martigny. (14. Februar)
Betrug bei den Staatsratswahlen im Februar: Plakate der Walliser Kandidaten in Martigny. (14. Februar)
Alessandro della Valle, Keystone
Hinterliess seinem Nachfolger offenbar ein leeres Büro: Oskar Freysinger (l.) singt die Nationalhymne an der Mitgliederversammlung der Auns, deren Vorstandsmitglied er ist. (6. Mai 2017 in Bern)
Hinterliess seinem Nachfolger offenbar ein leeres Büro: Oskar Freysinger (l.) singt die Nationalhymne an der Mitgliederversammlung der Auns, deren Vorstandsmitglied er ist. (6. Mai 2017 in Bern)
Anthony Anex, Keystone
Von der FDP verdrängt: Freysinger schwitzt während der Walliser Regierungswahlen. (5. März 2017)
Von der FDP verdrängt: Freysinger schwitzt während der Walliser Regierungswahlen. (5. März 2017)
Olivier Maire, Keystone
Er landete bereits im ersten Wahlgang auf dem sechsten Platz. (5. März 2017)
Er landete bereits im ersten Wahlgang auf dem sechsten Platz. (5. März 2017)
Olivier Maire, Keystone
«Freysinger versuchte, das Wallis zu spalten»: Christophe Darbellay bei einer Pressekonferenz in Leukerbad. (6. Februar 2017)
«Freysinger versuchte, das Wallis zu spalten»: Christophe Darbellay bei einer Pressekonferenz in Leukerbad. (6. Februar 2017)
Olivier Maire, Keystone
«Wenn man nur an seine eigene Karriere denkt, verliert man»: SVP-Chef Albert Rösti im Nationalrat. (30. September 2016)
«Wenn man nur an seine eigene Karriere denkt, verliert man»: SVP-Chef Albert Rösti im Nationalrat. (30. September 2016)
Peter Klaunzer, Keystone
Das abgeschlagene «rechtsbürgerliche Bündnis»: SVP-Kandidat Oskar Freysinger (l.), seine Parteikollegin Sigrid Fischer-Willa und Nicolas Voide von der CVP.
Das abgeschlagene «rechtsbürgerliche Bündnis»: SVP-Kandidat Oskar Freysinger (l.), seine Parteikollegin Sigrid Fischer-Willa und Nicolas Voide von der CVP.
Olivier Maire, Keystone
Plakat des «rechtsbürgerlichen Bündnisses» neben einem Plakat von CVP-Nationalrat Christophe Darbellay.
Plakat des «rechtsbürgerlichen Bündnisses» neben einem Plakat von CVP-Nationalrat Christophe Darbellay.
Alessandro della Valle, Keystone
1 / 10

Nach dem Verdacht auf Betrug beim zweiten Wahlgang für die Walliser Regierung reicht die Unterwalliser SVP eine Wahlbeschwerde ein. Am Donnerstag hatten die Behörden von Brig, Visp und Naters Anzeige eingereicht.

«Die SVP Unterwallis ist schockiert über diese Betrugsfälle», teilte die Partei heute mit. Diese Vorgänge erinnerten an eine Bananenrepublik und würden ein katastrophales Bild des Kantons abgeben.

Drei Gemeinden haben Anzeige eingereicht

Mit der Wahlbeschwerde werde die SVP Unterwallis zur Klägerpartei im laufenden Strafverfahren und werde die Untersuchung eng verfolgen. Die Glaubwürdigkeit der künftigen Walliser Regierung stehe auf dem Spiel.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die drei grössten Oberwalliser Gemeinden Brig, Visp und Naters bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen des Verdachts auf Wahlbetrug eingereicht hatten.

In allen drei Gemeinden waren Unregelmässigkeiten festgestellt worden, als Bürger im Wahllokal ihre Stimme abgeben wollten, jedoch angaben, dass sie keine Wahlunterlagen erhalten hätten. Bei einer Überprüfung durch die Gemeinden mussten die Betroffenen feststellen, dass in ihrem Namen bereits abgestimmt worden war.

Ausmass unbekannt

Über das Ausmass machten die Walliser Gemeinden am Donnerstag keine Angaben. Die SVP Unterwallis sprach alleine für Brig von rund 50 Fällen. Die Zahl könne noch höher sein, weil nur jene, die sich gemeldet hätten, registriert worden seien, hielt die SVP fest.

Beim zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen vom Sonntag war Oskar Freysinger (SVP) aus der Regierung abgewählt worden. Seinen Sitz eroberte Frédéric Favre von der FDP. Die CVP konnte ihre drei Sitze verteidigen, für die SP wurde Esther Waeber-Kalbermatten wiedergewählt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch