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SVP bereitet Angriff auf FDP-Sitz vor

Sollte Bundesrätin Widmer-Schlumpf im Amt bestätigt werden, erwägt die SVP einen Angriff auf den Sitz von Johann Schneider-Ammann. Bereits wird der Name eines möglichen Kandidaten genannt.

Vorbereitung auf den 14. Dezember: SVP-Parteistratege Christoph Mörgeli, Parteipräsident Toni Brunner und Ständerat This Jenny (von links).
Vorbereitung auf den 14. Dezember: SVP-Parteistratege Christoph Mörgeli, Parteipräsident Toni Brunner und Ständerat This Jenny (von links).
Keystone

«Wir werden in der Fraktion alle Optionen diskutieren. Und für den Fall, dass wir gegen Frau Widmer-Schlumpf keinen Erfolg haben, gehört auch ein Angriff auf die FDP dazu», sagt Parteistratege Christoph Mörgeli gegenüber der «SonntagsZeitung». Denn dann gelte die Konkordanz nicht mehr, so die Begründung. Mörgeli fügt an: «Die FDP kann sich nicht sicher fühlen.»

Für ein solches Szenario kursiert im engeren Führungszirkel der SVP auch schon der Name eines Kandidaten: Der Berner Ständerat Adrian Amstutz sei geeignet, heisst es. Mit einem Berner den Berner Vertreter Johann Schneider-Ammann anzugreifen, sei ein durchaus erfolgsversprechendes Szenario. Namhaften SVP-Parlamentarier unterstützen die neue Strategie – auch Vertreter des gemässigten Flügels. Der Glarner Ständerat This Jenny sagt: «Mit Adrian Amstutz gegen Schneider-Ammann anzutreten ist eine ernsthafte Option.»

Auch Ulrich Giezendanner ist für einen Angriff auf die FDP. Und sein Aargauer Parteikollege Luzi Stamm sagt: «Wir müssen sowohl gegen Frau Widmer-Schlumpf als auch gegen Herrn Schneider-Ammann mit einem politischen Schwergewicht antreten.» Neben Amstutz gehören der Thurgauer Ständerat Roland Eberle, der Zuger Regierungsrat Heinz Tännler und sogar SVP-Präsident Toni Brunner zu den weiteren Wunschkandidaten der SVP-Führungsriege um Chefstratege Christoph Blocher.

«Schneider sitzt weniger stark im Sattel als Burkhalter»

Weshalb die SVP den Sitz von Schneider-Ammann und nicht den von Didier Burkhalter ins Visier nehmen will, begründet Luzi Stamm gegenüber dem «Sonntag» wie folgt: «Er sitzt FDP-intern weniger stark im Sattel als Didier Burkhalter.» Für SVP-Nationalrat Rudolf Joder ist es vor allem die Agrarpolitik, die Schneider-Ammann angreifbar macht: «Seine Agrarpolitik und vor allem seine Ambition, mit der EU einen Freihandelsvertrag abzuschliessen, stösst in der SVP auf Ablehnung. Deshalb ist seine Position nicht gesichert.»

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