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Soldatenbefragung per SMS

In der Schweizer Armee steht der womöglich breiteste Stimmungstest aller Zeiten an. Bis zu 15'000 Soldaten müssen sich derzeit einer militärischen Umfrage stellen – und zwar per SMS.

15 Prozent der Armeeangehörigen müssen Fragen per SMS beantworten: Zwei Schweizer Soldaten in Zürich.
15 Prozent der Armeeangehörigen müssen Fragen per SMS beantworten: Zwei Schweizer Soldaten in Zürich.
Keystone

Die Schweizer Armee will wissen, wie die Soldaten ihren Dienst empfinden. Aus diesem Grund führt sie seit Anfang Jahr eine Umfrage durch. Dies berichtet die «Neue Zürcher Zeitung». 15 Prozent der Teilnehmer jeder WK-Formation, jeder Rekrutenschulen und jedes Kurses, der länger als zwei Wochen dauere, müssen laut dem Bericht an der Befragung teilnehmen. Die Betonung liegt auf müssen, denn die Beantwortung der Fragen ist Pflicht.

Leistungsfähigkeit der Verbände messen

Laut Armeesprecher Christoph Brunner sind bis Ende Jahr 10'000 bis 15'000 Armeeangehörige aller Stufen im In- und Ausland betroffen. Im Jahr 2013 soll der Stimmungstest wiederholt werden.

«Unser übergeordnetes Ziel ist, besser zu werden», erklärt Brunner gegenüber der NZZ. Zudem erhalte die Armeespitze auf diesem Weg auch Informationen zur Leistungsfähigkeit der einzelnen Verbände.

Antworten per SMS

Ausgewählt werden die Teilnehmer durch ihre Kommandanten nach dem Zufallsprinzip. Den Auserkorenen werden 16 Feststellungen wie zum Beispiel «Die Kameradschaft bei uns ist gut» oder «Meine Ausbilder sind fachlich kompetent» vorgelegt. Solche Aussagen müssen schliesslich auf einer Skala von 1 bis 4 bewertet werden. Die Armeeangehörigen schicken ihre Antworten schliesslich per SMS an eine Gratisnummer.

Diese Gratisnummer gehört einer privaten Firma, die die Antworten von den Handynummern trennt, um die Anonymität zu gewährleisten. Danach werden die Ergebnisse von der Kommunikationsabteilung der Armee ausgewertet. Die Armeespitze kümmert sich später um die Aufschlüsselung der Resultate für alle teilnehmenden Verbände.

Ordentliche Finanzierung

Über die Kosten schweigt sich Brunner gegenüber der Zeitung aus. Jedoch werde die Umfrage aus dem ordentlichen Budget finanziert. Wie die Stimmung in der Schweizer Armee ist, erfährt die Öffentlichkeit Ende Jahr. Dann würden die Ergebnisse möglicherweise veröffentlicht, erklärt Brunner.

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