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«So schleifen wir die Hochpreisinsel nicht»

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass der Bundesrat vom Preisüberwacher Kritik einstecken muss. Stefan Meierhans sagt im Interview, wieso er sich über einen Entscheid zu Investitionen ins Stromnetz geärgert hat.

«Einmal mehr werden Preise für Leistungen im Inland erhöht»: Stefan Meierhans.
«Einmal mehr werden Preise für Leistungen im Inland erhöht»: Stefan Meierhans.
Keystone

Herr Meierhans, Sie haben den Entscheid des Bundesrates, die Investitionen in Stromnetze höher verzinsen zu können, kritisiert. Warum?

Weil ich ihn für unangemessen halte. Es gibt keinen Grund, diese Investitionen höher zu verzinsen, als es der Markt zuliesse. Hinzu kommt: Es geht ja nicht nur um neue Leitungen, sondern in erster Linie um solche, die seit ewigen Zeiten benutzt werden. Bei der Strommarktöffnung vor einigen Jahren hat man den Stromunternehmen erlaubt, dass sie bereits abgeschriebene Leitungen teilweise wieder aktivieren können. Die Konsumenten zahlen also bereits heute für Leitungen, die sie schon einmal abgezahlt haben. Mit dem höheren Zinssatz für Investitionen in Leitungsnetze werden jetzt ein weiteres Mal Kosten abgegolten, die bereits bezahlt sind. Zudem: Einmal mehr werden Preise für Leistungen im Inland erhöht. Das schlägt sich natürlich auch auf die Endkundenpreise nieder. So schleifen wir die Hochpreisinsel nicht.

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