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So leben Asylbewerber auf dem Lukmanierpass

Es gibt weder Läden noch Kino, das nächste Dorf ist zehn Kilometer entfernt. Seit Juni 2013 betreibt der Bund auf dem Lukmanierpass das abgelegenste Asylzentrum der Schweiz. Ein Augenschein.

War zuerst geschockt: Lobsang Gyaltsen aus Tibet liegt auf seinem Bett in der Unterkunft.

In einer Militärunterkunft auf dem Lukmanierpass befindet sich das abgelegenste Asylzentrum der Schweiz. Das Zentrum wird seit Juni 2013 betrieben. Bis zu 80 Personen sind hier untergebracht, zehn Kilometer vom nächsten Dorf entfernt auf 2000 Metern. Hier gibt es keinen Laden, keine Post und kein Kino.

Für die Bewohner ist die Abgelegenheit gewöhnungsbedürftig. Der Asylsuchende Lobsang Gyaltsen aus Tibet sagt, bei seiner Ankunft sei er überrascht und schockiert gewesen. «Ich fühlte mich wie in einem Gefängnis.»

Logistischer Mehraufwand

Dass die Situation für die Bewohner des Zentrums nicht einfach ist, dessen sind sich die Verantwortlichen des Bundesamtes für Migration bewusst. Michael Glauser: «Für uns ist dies nicht der ideal Ort.» Die Abgelegenheit bedeute nämlich auch einen logistischen Mehraufwand.

Für die Asylbewerber gibt es von Zeit zu Zeit immerhin im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms etwas zu tun. Die Gemeinde Medel setzt sie für Arbeiten im Strassenunterhalt oder für die Pflege von Wanderwegen ein. Dafür erhalten die Asylbewerber 30 Franken Lohn pro Tag.

Keystone/kpn

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