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«Sinkende Prämienverbilligungen sind eine Zeitbombe»

Teurer Arztbesuch: Weil immer mehr Kantone sparen müssen, sinken Prämienverbilligungen. Foto: Christian Beutler (Keystone)

Am Donnerstag werden wir wissen, um wieviel die Krankenkassenprämien aufschlagen werden. Die bisher veröffentlichten Prognosen schwanken zwischen 3 und 5 Prozent für die Standardprämie. Was ist Ihre Prognose?

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Wie kommen Sie darauf?

Warum?

3 bis 5 Prozent – wie verhält sich dies im Vergleich zu letzten paar Jahren?

Damit werden dieses Jahr nicht überdurchschnittlich viele Prämienzahler ihre Kasse wechseln?

Gesundheitsminister Alain Berset hat kürzlich bei Tarmed, dem Tarifsystem für ambulante Behandlungen von Ärzten und Spitälern, Anpassungen vorgenommen und damit Einsparungen von knapp einer halben Milliarde Franken erzielt. Was hat das bewirkt?

Das ist doch gut – die Erhöhungen konnten um 1,5 Prozent gesenkt werden.

Auch diesmal besteht die Gefahr, dass Ärzte und Spitäler versuchen werden, Tarifkürzungen über Mengenausweitungen teilweise zu kompensieren. Warum lässt sich das nicht unterbinden?

Einzelne Kantone wie Luzern, Zürich, Zug und Wallis haben Liste mit Eingriffen veröffentlicht, die in Zukunft nur noch ambulant durchgeführt werden sollen. Was bringt das?

Der «SonntagsBlick» zeigte anhand eines E-Mail-Verkehrs zwischen einem Facharzt und dem Dachverband der Schweizer Gynäkologen auf, wie Patienten gegen ihren Willen teurere stationäre Spitalaufenthalte aufgeschwatzt werden. Was halten Sie von solchen Ärzten?

Krankenkassenprämien verschlingen einen immer grösseren Teil der Haushaltsbudgets, trotzdem sinken die Krankenkassenprämienverbilligungen Jahr für Jahr, weil viele Kantone dadurch relativ einfach sparen können. Ist das nicht sozialpolitisch gefährlich?

Im Kanton Luzern müssen 5800 Haushalte rückwirkend ihre Prämienverbilligungen für die letzten neun Monate zurückzahlen, weil der Kanton aus Spargründen die Einkommensgrenze von 75'000 auf 54'000 Franken gesenkt hat.

Befeuert diese Entwicklung nicht die Einführung einer Einheitskasse?

Würde die Einführung der Einheitskasse nicht das Ende von Vergleichsdiensten wie Comparis bedeuten?