Sexkoffer-Initiative kommt vors Volk

Eine Initiative will Regeln zum Sexualkundeunterricht in der Verfassung verankern. Aufklärung soll es nur für Kinder ab einem bestimmten Alter geben.

Sexualkundeunterricht erst ab dem 9. Lebensjahr: Schüler in einer Zürcher Primarschule. (Archivbild)

Sexualkundeunterricht erst ab dem 9. Lebensjahr: Schüler in einer Zürcher Primarschule. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» ist zustande gekommen. Von insgesamt 110'929 eingereichten Unterschriften sind 110'040 gültig, wie die Bundeskanzlei mitteilte. Für das Zustandekommen sind 100'000 gültig Unterschriften nötig.

Die Initiative war am 17. Dezember 2013 eingereicht worden. Die Initianten wollen damit Regeln zum Sexualkundeunterricht in der Bundesverfassung verankern.

«Sex-Koffer» mit Aufklärungsmaterial

Schulen sollen Sexualkundeunterricht nur Kindern anbieten dürfen, die das neunte Altersjahr vollendet haben. Zwischen dem neunten und dem zwölften Altersjahr soll dieser Unterricht freiwillig sein.

Ab dem vollendeten zwölften Altersjahr wären obligatorische Lektionen zur Vermittlung von Wissen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung möglich. Unterricht zur Prävention von Kindsmissbrauch wäre zwar ab dem Kindergarten möglich, doch dürfte dieser keine Sexualkunde beinhalten.

Die Initiative stammt aus rechtskonservativen Kreisen. Den Anstoss dazu gab der sogenannte Sex-Koffer mit Aufklärungsmaterial an Basler Schulen, der 2011 für Schlagzeilen sorgte.

ajk/sda

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