Schweizer Grenzwächter für Griechenland

In Hotspots an der griechischen Küste sollen ankommende Flüchtlinge besser registriert werden können. Die Schweiz hat nun personelle Hilfe angeboten.

Sie sollen in einem der Hotspots registriert werden: Flüchtlinge in einem überfüllten Boot nähern sich der griechischen Insel Lesbos. (20. September 2015)

Sie sollen in einem der Hotspots registriert werden: Flüchtlinge in einem überfüllten Boot nähern sich der griechischen Insel Lesbos. (20. September 2015)

(Bild: Reuters Yannis Behrakis)

Beim Einsatz der EU-Grenzschutzbehörde Frontex in Griechenland, der am Freitag beschlossen worden ist, nehmen auch Schweizer Grenzwächter teil. «Wir haben Frontex angeboten, für sogenannte Hotspots-Einsätze sieben Grenzwächter abzustellen», sagt Jasmine Blum, Sprecherin des Grenzwachtkorps (GWK), der «NZZ am Sonntag». «Fünf sind Spezialisten für die Abnahme von Fingerabdrücken, zwei Spezialisten für die Überwachung der Grenze.»

Frontex hat der Schweiz allerdings noch nicht bekannt gegeben, wo die GWK-Mitarbeiter konkret zum Einsatz kommen, wie die Sprecherin weiter sagt. Es gilt aber als sicher, dass ein Einsatzgebiet Griechenland sein wird. Frontex hatte die Schweiz sowie alle EU-Staaten Anfang Oktober um personelle Unterstützung ersucht. Damals war die Zahl der Migranten, die aus der Türkei über Griechenland und die Balkan-Staaten nach Europa flüchten, sprunghaft gestiegen.

Die Nationalität erfassen

Die EU will, dass in den Hotspots, die sich vorwiegend auf den griechischen Inseln befinden, alle ankommenden Flüchtlinge registriert werden, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Dabei sollen die Beamten die Nationalität der Ankommenden erfassen und allfällige Sicherheitsrisiken überprüfen. So sollen Ankommende, die wenig Aussicht auf einen Schutzstatus in Europa haben, rasch zur Ausreise aufgefordert werden.

Die griechische Regierung hat am Freitag entschieden, dass sie bei der Registrierung der Flüchtlinge auf die Dienste der EU-Grenzschutzbehörde Frontex zurückgreifen will. Gleichentags kündigte Frontex an, fast 500 Beamte zur Unterstützung nach Griechenland zu schicken.

thu

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