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Schweizer F/A-18 kontrolliert russisches Flugzeug über Biel

Eine russische Parlamentarierdelegation wird auf dem Weg von Moskau nach Genf von der Schweizer Luftwaffe abgefangen und überprüft. Ein «normales Verfahren» gemäss dem VBS.

Der Kampfjet soll der russischen Maschine «gefährlich nahe» gekommen sein:Eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe startet am 14. Oktober 2008 auf dem Flugplatz Emmen.
Der Kampfjet soll der russischen Maschine «gefährlich nahe» gekommen sein:Eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe startet am 14. Oktober 2008 auf dem Flugplatz Emmen.
Sigi Tischler, Keystone

Eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe hat am Montagvormittag über Biel ein russisches Passagierflugzeug luftpolizeilich überprüft. Im russischen Flugzeug sass eine russische Parlamentarierdelegation auf dem Weg nach Genf.

Moskau beklagte darauf eine bedrohliche Annäherung durch ein französisches Kampfflugzeug. Die russische Maschine war nach Angaben der Regierung in Moskau mit einer Parlamentarierdelegation an Bord im französischen Luftraum in Richtung Genf unterwegs, als sich ein Militärjet gefährlich angenähert habe.

Die französische Regierung dementierte umgehend, einer ihrer Kampfjets habe sich einem russischen Passagierflugzeug gefährlich angenähert. Das Aussenministerium erklärte, in den Zwischenfall sei ein Schweizer Flugzeug verwickelt gewesen. Details nannte es nicht. Russland hatte zuvor den französischen Botschafter ins Moskauer Aussenministerium zitiert, um seinen Protest deutlich zu machen.

«Völlig normales Verfahren»

Tatsächlich war es aber die Schweizer Luftwaffe, die das russische Flugzeug kontrollierte. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda den «luftpolizeilichen Einsatz über Biel». Es habe sich um ein «völlig normales Verfahren» gehandelt, wie es jedes Jahr oftmals vorkomme.

Eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums erklärte am Abend, Moskau habe sich auf diplomatischem Wege bei Frankreich entschuldigt. Russland werde sich nun bei den zuständigen Stellen in der Schweiz um weitere Aufklärung bemühen.

sda/AFP/bee

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