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Schweizer Engagements nicht ohne Risiko

Wenn die Schweiz ihre Guten Dienste anbietet, geht es nicht in erster Linie um Eigeninteressen. Vielmehr will sie auf der Weltbühne brillieren.

Jugendliche Palästinenser werfen Steine gegen israelische Soldaten: Bis heute arbeitet die Schweiz daran, zu zeigen, dass der Nahost-Konflikt im Prinzip lösbar ist.
Jugendliche Palästinenser werfen Steine gegen israelische Soldaten: Bis heute arbeitet die Schweiz daran, zu zeigen, dass der Nahost-Konflikt im Prinzip lösbar ist.
Keystone

«Es gibt wohl niemanden, der ernsthaft Friedensarbeit betreibt und nicht auch einen Beitrag zur Lösung des Nahostkonflikts leisten möchte», räumt Botschafter Thomas Greminger, bis vor kurzem Leiter der Politischen Abteilung IV im EDA, freimütig ein. Das Engagement der Schweiz in Nahost ist deshalb auch eine Prestigeangelegenheit. Es ging und geht darum, zu zeigen, wie kompetent man in der Friedens- und Menschenrechtspolitik ist. Die Schweiz suchte also nach Nischen, um sich einzubringen. Und fand sie in zwei Bereichen: zum einen in den vertraulichen Verhandlungen zwischen Syrien und israelischen Privatpersonen über die Golanhöhen von 2004 bis 2006. Die Schweiz unterstützte diese Verhandlungen, die dann von der Türkei weitergeführt wurden.

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