Zum Hauptinhalt springen

Schweizer driften politisch weiter nach rechts

Ein Rechtsrutsch prägte die letzten Wahlen. Würde heute gewählt, wäre er laut einer Umfrage noch grösser.

Trotz stärkerer Vertretung konnten sich die rechten Parteien in vielen Fragen nicht zusammenraufen: Nationalräte stimmen über die Energiestrategie 2050 im Nationalrat ab. (2. Dezember 2014)
Trotz stärkerer Vertretung konnten sich die rechten Parteien in vielen Fragen nicht zusammenraufen: Nationalräte stimmen über die Energiestrategie 2050 im Nationalrat ab. (2. Dezember 2014)
Peter Klaunzer, Keystone
Das Forschungsinstitut GFS Bern kommt aufgrund von 19 seit den letzten Wahlen vom 18. Oktober 2015 ausgewerteten Umfragen zum Schluss, dass im Oktober 2016 SVP, FDP, Grüne und GLP zulegen würden: Anzeigetafel im Nationalrat.
Das Forschungsinstitut GFS Bern kommt aufgrund von 19 seit den letzten Wahlen vom 18. Oktober 2015 ausgewerteten Umfragen zum Schluss, dass im Oktober 2016 SVP, FDP, Grüne und GLP zulegen würden: Anzeigetafel im Nationalrat.
Yoshiko Kusano, Keystone
Wähleranteile verlieren würden demnach die CVP und die BDP. Auch die SP würde 0,1 Prozentpunkte schlechter abschneiden: Plakate von Nationalratskandidaten. (7. September 2015)
Wähleranteile verlieren würden demnach die CVP und die BDP. Auch die SP würde 0,1 Prozentpunkte schlechter abschneiden: Plakate von Nationalratskandidaten. (7. September 2015)
/Anthony Anex, Ex-Press
1 / 3

Würden in diesen Tagen nationale Wahlen stattfinden, würde der Rechtsrutsch noch stärker ausfallen als bei den letzten Wahlen vor einem Jahr. Zu diesem Schluss kommt das Forschungsinstitut GFS Bern aufgrund von 19 seit Oktober 2015 ausgewerteten Umfragen.

Laut den von der «Tagesschau» von SRF am Dienstag publizierten Zahlen käme die SVP auf einen Wähleranteil von 29,9 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als bei den Wahlen vom 18. Oktober 2015. Bei den letztjährigen Wahlen hatte die SVP 2,8 Prozentpunkte zugelegt und war damit die grosse Siegerin gewesen.

Sie sind die klaren Gewinner der Eidgenössischen Wahlen 2015: Die Parteipräsidenten Toni Brunner von der SVP (r.) und Philipp Müller von der FDP beobachten kurz vor der Elefantenrunde die Entwicklung der Resultate. (18. Oktober 2015)
Sie sind die klaren Gewinner der Eidgenössischen Wahlen 2015: Die Parteipräsidenten Toni Brunner von der SVP (r.) und Philipp Müller von der FDP beobachten kurz vor der Elefantenrunde die Entwicklung der Resultate. (18. Oktober 2015)
Peter Schneider, Keystone
Ziehen nach einem ereignisreichen Wahlsonntag Fazit: Die Präsidenten der grossen Parteien diskutieren während der Elefantenrunde des Schweizer Fernsehens. (18. Oktober 2015)
Ziehen nach einem ereignisreichen Wahlsonntag Fazit: Die Präsidenten der grossen Parteien diskutieren während der Elefantenrunde des Schweizer Fernsehens. (18. Oktober 2015)
Alessandro della Valle, Keystone
Handarbeit: Unveränderte Wahllisten werden auf einem Tisch in der Sporthalle in Bern gestapelt. (17. Oktober 2015)
Handarbeit: Unveränderte Wahllisten werden auf einem Tisch in der Sporthalle in Bern gestapelt. (17. Oktober 2015)
Peter Klaunzer, Keystone
1 / 34

Die FDP käme gemäss heutigem Stand auf 16,7 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Am 18. Oktober 2015 hatte die FDP mit einem Gewinn von 1,3 Prozentpunkten ebenfalls zu den Wahlgewinnern gehört.

Auch Grüne und insbesondere GLP legen zu

Gleich wie die SVP könnten sich auch die Grünen über einen Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten freuen. Sie kämen damit auf 7,6 Prozent, nachdem sie vor einem Jahr einen Verlust von 1,3 Prozent gegenüber 2011 hinnehmen mussten.

Den anteilsmässig grössten Schritt nach vorne würde die GLP mit einem Plus von 1,0 Prozent machen. Die Partei würde demnach eine Parteistärke von 5,6 Prozent aufweisen und den Verlust von 0,8 Prozent gegenüber 2011 mehr als gutmachen.

CVP und BDP erneut bei den Verlierern

Auf der Verliererseite würde vor allem die CVP dastehen, die eine Einbusse von 1,1 Prozentpunkten hinnehmen müsste und noch auf 10,5 Prozent käme. Schon 2015 hatte die CVP 0,7 Prozentpunkte verloren.

Bei der SP würde sich der Verlust von 0,1 Prozentpunkten im Rahmen halten. Die Partei wäre dann wie 2011 wieder bei 18,7 Prozent. Die BDP müsste einen Verlust von 0,6 Prozent in Kauf nehmen und würde noch 3,5 Prozent erreichen. Bei den letztjährigen Wahlen hatte die BDP bereits 1,3 Prozentpunkte verloren.

Einen Testlauf erleben diese neusten Erkenntnisse bereits am kommenden Wochenende, wenn in den Kantonen Aargau und Basel-Stadt kantonale Gesamterneuerungswahlen anstehen.

SDA/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch