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Schweizer Armee kauft Mini-Aufklärungsdrohnen

Die Schweizer Bodentruppen erhalten Unterstützung aus der Luft. Die Armee testet Drohnen so klein wie Modellflugzeuge für 8 Millionen Franken.

So sieht die Bodenkontrollstation der Ranger-Drohne aus. Rechts sitzt der der Pilot, links der Payload-Operator, der die Kameras bedient.
So sieht die Bodenkontrollstation der Ranger-Drohne aus. Rechts sitzt der der Pilot, links der Payload-Operator, der die Kameras bedient.
Christian Beutler, Keystone
Mit der neuen Drohne behebt die Schweizer Armee eine Fähigkeitslücke bei Einheiten im Feld, die in der Regel nicht auf Drohnen oder Helikopter zurückgreifen können.
Mit der neuen Drohne behebt die Schweizer Armee eine Fähigkeitslücke bei Einheiten im Feld, die in der Regel nicht auf Drohnen oder Helikopter zurückgreifen können.
Christian Beutler, Keystone
Damit sind die Geräte, die die Armee nun testen will, lediglich so gross wie Modellflugzeuge. Im Bild eine ADS 95, Vorläuferin der Hermes-Drohne.
Damit sind die Geräte, die die Armee nun testen will, lediglich so gross wie Modellflugzeuge. Im Bild eine ADS 95, Vorläuferin der Hermes-Drohne.
Christian Beutler, Keystone
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Die Armee testet neue Mini-Drohnen. Diese sollen der Infanterie oder den Rettungstruppen im Feld helfen, die nähere Umgebung zu beobachten.

Für die Beschaffung sind 8 Millionen Franken eingeplant. Der Kauf ist schon seit längerer Zeit geplant. Mit den Mini-Drohnen betritt die Armee jedoch rüstungstechnisches Neuland, deshalb wurden zunächst verschiedene Hersteller zu Demonstrationen eingeladen.

Heute verfügt die Luftwaffe über rund ein Dutzend Ranger-Aufklärungsdrohnen mit knapp 6 Metern Spannweite. Diese werden nun durch die mehr als doppelt so grosse israelische Hermes-Drohne ersetzt.

Modellflugzeuge für die Armee

Die Geräte, die die Armee nun testen will, haben hingegen bloss die Grösse von Modellflugzeugen. Nach Auskunft von armasuisse handelt es sich um die Orbiter 2b des israelischen Unternehmens Aeronautics. Die Drohne hat ein maximales Startgewicht von gut 10 Kilogramm und eine Spannweite von 3 Metern. Die Datenübertragung funktioniert auf bis zu 100 Kilometer.

Ebenfalls im Rennen ist das Fly Eye der polnischen WB Electronics mit ähnlichen technischen Spezifikationen. Beide Drohnen haben einen Elektromotor. Sie sollen den Truppen am Boden helfen, mit geringem Risiko Bildinformationen der näheren Umgebung zu sammeln.

Blinde Bodentruppen

In der Schweizer Armee bestehe diesbezüglich eine Fähigkeitslücke, schreibt das Verteidigungsdepartement VBS im Projektbericht 2017. Das trifft vor allem die kleineren Einheiten im Feld, die in der Regel nicht auf die grösseren Aufklärungsdrohnen oder Super-Puma-Helikopter zurückgreifen können.

Die Testflüge finden zwischen 16. April und 29. April auf dem Waffenplatz Hongrin VD statt. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat am Dienstag das dafür nötige Flugverbot für das Gebiet im Bundesblatt publiziert. Gemäss dem VBS-Bericht soll das Beschaffungsprojekt 2021 abgeschlossen sein.

SDA/oli

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