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Schweizer Anwalt will eingekerkerten Schuhwerfer in Bagdad besuchen

Der Schuhwerfer Muntazer al-Zaïdi könnte bald Besuch in seiner Zelle bekommen: Sein Genfer Anwalt hat ein Visum für den Irak beantragt. So will er das Asylverfahren für den Inhaftierten vorwärts treiben.

Der irakische Journalist Muntazer al-Zaidi warf an einer Pressekonferenz in Bagdad seine Schuhe nach Präsident Bush.
Der irakische Journalist Muntazer al-Zaidi warf an einer Pressekonferenz in Bagdad seine Schuhe nach Präsident Bush.
Keystone
Zuerst den einen...
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Doch Präsident Bush reagiert sportlich und duckt sich weg.
Doch Präsident Bush reagiert sportlich und duckt sich weg.
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Mauro Poggia ist es ernst: Der Genfer Anwalt versucht mit allen Mitteln, dem Schuhwerfer von Bagdad Asyl in der Schweiz zu ermöglichen. Nachdem er sich vor zwei Wochen bereits mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und dem Justizdepartement in Verbindung gesetzt hat, plant er nun einen medienwirksame Reise in den Irak. «Ich habe ein Visum beantragt, denn ich will meinen Mandanten sehen: Er sitzt schon seit zwei Monaten im Gefängnis», sagt Poggia auf Anfrage von Redaktion Tamedia. «Und das nur wegen des harmlosen Schuhwurfs auf Ex-Präsident George W. Bush».

Poggia hofft, das ihm der Irak das Visum gewähren werde. «Das sollte möglich sein, schliesslich ist das Land seit dem Einmarsch der US-Truppen demokratisch. Das sagen zumindest die USA.» Genaueres will er über den Asylantrag nicht verraten. Bekannt ist einzig, dass ihm die Familie al-Zaïdis eine Vollmacht dafür ausstellte. In Bagdad droht dem Schuhwerfer eine Höchststrafe von drei Jahren Gefängnis. Der Gerichtstermin ist laut Poggia noch nicht bekannt.

Bush duckte sich

Der Schuhwurf ereignete sich nach einem Treffen des ehemaligen US-Präsidenten Bush mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki. Während einer Pressekonferenz warf al-Zaïdi seine beiden Schuhe auf den Staatschef. «Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund», rief er dabei. Bush duckte sich und wurde nicht getroffen.

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