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Schweiz verweigert Schutz für Louboutins

Rote Sohlen als Markenzeichen: Im Gegensatz zu anderen Ländern lässt das Bundesgericht die Argumente des Herstellers von Luxusschuhen nicht gelten.

Ikone: Zur 20-jährigen Karriere Louboutins veranstaltet das Design Museum eine Retrospektive.
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Reuters
Der Franzose Christian Louboutin steht für extravagantes, ...
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Reuters
Burlesque Eröffnung der Ausstellung: Christian Louboutin inmitten der Tänzerinnen des angesehenen Pariser Cabarets Crazy Horse.
Burlesque Eröffnung der Ausstellung: Christian Louboutin inmitten der Tänzerinnen des angesehenen Pariser Cabarets Crazy Horse.
Stefan Wermuth, Reuters
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Highheels mit roter Sohle sind das Markenzeichen des Pariser Schuh- und Taschendesigners Christian Louboutin. Im Gegensatz zu anderen Ländern wird diese Kreation in der Schweiz jedoch keinen Markenschutz erhalten. Das Bundesgericht hat eine entsprechende Beschwerde des Designers abgewiesen.

Es bestätigt damit das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom vergangenen April. Darin kam das Gericht zum Schluss, dass auch andere Schuhverkäufer in der Schweiz hochhackige Damenschuhe mit farbiger Aussensohle anböten.

Vom Stardesigner signiert: Eine Frau hält einen Louboutin-Schuh. (AFP/Getty Images/Mat Hayward)
Vom Stardesigner signiert: Eine Frau hält einen Louboutin-Schuh. (AFP/Getty Images/Mat Hayward)

Somit sei die rote Sohle primär ein dekoratives Element, schreibt das Gericht. Sie würde von den entsprechenden Käuferinnen nicht als Marke wahrgenommen. Ob jene Frauen, die tatsächlich mehrere Hundert Franken für ein Paar Louboutin-Highheels hingeblättert haben, diese Auffassung teilen, bleibt offen.

Ausländische Eintragung kein Präjudiz

Wie aus dem Urteil hervor geht, versuchte Louboutin mit dem Argument durchzudringen, dass die roten Sohlen bereits in anderen ausländischen Markenregistern eingetragen worden seien. Es gebe gemäss dem Designer keine rationalen Gründe dafür, dass die Schweizer Durchschnittskonsumentin das leuchtende Rot auf der Schuhsohle anders wahrnehmen würde als der Rest der Welt.

Auf dieses Argument ist das Bundesgericht gar nicht gross eingegangen. Es hält lediglich fest: Eine ausländische Eintragung hat keine präjudizielle Wirkung für die Schweiz.

SDA/rub

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