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Schneider-Ammann sieht Österreichs Bauern als Vorbild

Die Schweizer Landwirte sollen sich gemäss Schneider-Ammann ihre Kollegen im Osten zum Vorbild nehmen: Dort haben bereits zwei von drei Bauern einen Nebenjob. Die Zahlen sprechen jedoch nicht für die Idee.

Kritischer Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Bauern: Landwirtschaftsminister Schneider-Ammann beim Besuch eines Weinguts.
Kritischer Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Bauern: Landwirtschaftsminister Schneider-Ammann beim Besuch eines Weinguts.
Keystone

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) wünscht sich von den Schweizer Bauern, dass diese mehr wie Unternehmer denken und wenn möglich einem Nebenerwerb nachgehen. Als Vorbild nennt er dabei Österreich.

Vor allem in touristischen Gebieten wie etwa den Bergen seien Nebenerwerbsmöglichkeiten gut umsetzbar. Er animiere alle Landwirte, Aktivitäten wie etwa Agro-Tourismus voranzutreiben, sagte Schneider-Ammann heute im Rahmen einer Landwirtschaftstagung Schweiz-Österreich in Zürich.

Aufgeben wegen Doppelbelastung

Orientieren sollen sich die Schweizer Landwirte dabei am Nachbarn im Osten: In Österreich gehen bereits 60 Prozent der Bauern einem Nebenerwerb nach. Jedes siebte Gästebett befindet sich schon auf einem Bauernhof. Hierzulande verdienen erst 30 Prozent der Landwirte neben dem Betrieb noch etwas dazu.

Allerdings: Auch in Österreich geht die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe seit Jahren kontinuierlich zurück. Und es sind vor allem jene Bauern mit Nebenerwerb, die aufgeben. «Die Doppelbelastung ist vielen zu gross», sagte der österreichische Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP).

SDA/ami

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