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Rückkehr ins eigene Land

Die SP sollte das EU-Beitrittsziel aufgeben. Es würde sie – und uns – befreien. Ein Kommentar.

Die SP, mit Levrat an der Spitze, ist die letzte, relevante europhile Partei der Schweiz und möchte nicht mehr daran erinnert werden, wie europhil sie ist.
Die SP, mit Levrat an der Spitze, ist die letzte, relevante europhile Partei der Schweiz und möchte nicht mehr daran erinnert werden, wie europhil sie ist.
Alessandro Della Valle, Keystone

Die Sozialdemokratische Partei (SP) hat sich entschieden, im Wahlkampf für die kommenden Nationalratswahlen das Thema EU tief zu hängen: Dass die Partei laut Programm nach wie vor den Beitritt zur Europäischen Union anstrebt, ist zwar keineswegs aufgehoben, aber – so sieht es offenbar Christian Levrat, der SP-Präsident,– weil sich mit diesem Gegenstand heute kaum mehr Wahlen gewinnen lassen, möchte man lieber nicht zu vernehmlich davon sprechen. In der Wahlplattform fehlt ein Hinweis auf das Beitritts­ziel. Von den zehn Projekten, die die SP darin skizziert, hat keines mit der EU zu tun, auf den Plakaten wird es kein Thema sein, in den Wahlveranstaltungen sind keine begeisterten Plädoyers für die EU zu erwarten: Die SP, die letzte, relevante europhile Partei der Schweiz, möchte nicht mehr daran erinnert werden, wie europhil sie ist.

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