Radikale Muslime wollen sich in Zürich treffen

Der Islamische Zentralrat Schweiz plant einen Anlass: Im World Trade Center sollen Islamisten aus der ganzen Welt aufmarschieren.

Es soll einer der grössten Islamisten-Aufmärsche werden: Der Zentralrat steht hinter einem geplanten Anlass in Zürich. Abdel Azziz Qaasim Illi, Vorstandsmitglied des Zentralrats, spricht an der Veranstaltung am 30. April 2016 in Kehrsatz. Bild: Keystone/Peter Schneider

Es soll einer der grössten Islamisten-Aufmärsche werden: Der Zentralrat steht hinter einem geplanten Anlass in Zürich. Abdel Azziz Qaasim Illi, Vorstandsmitglied des Zentralrats, spricht an der Veranstaltung am 30. April 2016 in Kehrsatz. Bild: Keystone/Peter Schneider

Am 6. und 7. Mai wollen sich im World Trade Center in Zürich Islamisten aus der ganzen Welt treffen. Hinter dem Anlass steht der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS). Laut dem «SonntagsBlick» sind Auftritte von radikalen Muslimen aus der ganzen Welt geplant.

Mit rund 1000 erwarteten Besuchern dürfte die Veranstaltung zu einem der grössten Aufmärsche von Islamisten in der Schweiz der letzten Jahre werden. Der Zentralrat hat für alles gesorgt: Kinderbetreuung mit Hüpfburg, Essensstände, einen Basar, Filmvorführungen und vor allem Propagandareden von Stars der internationalen Salafistenszene.

«Der Nikab macht mich frei»

Einer von ihnen ist Mohammed al-Awadhi aus Kuwait. Der arabische Scheich predigt einen radikalen Islam. Er doktorierte an der staatlichen Umm-al-Qura-Universität in Saudiarabien und verkehrt mit Dschihad-Verherrlichern. Aus Malaysia fliegt Fynn Jamal ein, eine Ex-Sängerin, die heute ihren eigenen Youtube-Kanal betreibt.

Dort erklärt sie muslimischen Mädchen, warum sie ihr Gesicht verschleiern müssen. «Ich schwöre bei Allah, der Nikab macht mich frei.» Neben weiteren Rednern aus den USA, England und der Türkei reisen auch Profi-Missionare aus Österreich nach Zürich.

Wie kommt die Ideologie in die Köpfe?

Die Gruppe Iman soll den Konferenzteilnehmern in einem Workshop beibringen, wie sie ihre salafistische Ideologie am effizientesten in die Köpfe der Menschen bekommen. Der Anlass schreckt die Sicherheitsbehörden auf. Die Zürcher Stadtpolizei hat den Nachrichtendienst und das Bundesamt für Polizei eingeschaltet.

Unklar ist, ob der Bund Einreiseverbote gegen einzelne Gäste verhängen wird. Der Islamische Zentralrat fände eine solche Massnahme übertrieben. «Die Grundrechte in der Schweiz gelten auch für Muslime», sagt Generalsekretärin Ferah Ulucay.

oli

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