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Pelli giftelt gegen die CVP

Der FDP-Präsident hält nichts von Allianz-Plänen für die politische Mitte in der Schweiz. Im Gegenteil: Mit hämischem Unterton erinnert er die CVP an ihr Vorgehen bei der Widmer-Schlumpf-Wahl.

«Jetzt ist es gerade Mode, gegen die Wiederwahl von Schneider-Ammann Stimmung zu machen»: Fulvio Pelli.
«Jetzt ist es gerade Mode, gegen die Wiederwahl von Schneider-Ammann Stimmung zu machen»: Fulvio Pelli.
Keystone

«Die CVP hat gegen Christoph Blocher gezeigt, wie gut sie im Intrigieren ist», sagt Fulvio Pelli im Interview mit dem «Blick». Darin macht der FDP-Präsident ein für allemal klar, dass es unter seiner Ägide nebst den Polen Links und Rechts keine Allianz in der Mitte unter Teilnahme der FDP gibt. «Wir gehören auf jeden Fall nicht zu diesem System», so der Tessiner zu den vagen Holding-Plänen von CVP und Grünliberalen. Pelli macht sich für den Alleingang seiner Partei stark: «Wir wollen in den Wahlen gut abschneiden. Dann gibts für unsere Bundesräte kein Problem.»

Die FDP hat in den letzten kantonalen Wahlgängen schlecht abgeschnitten. In Baselland, Zürich und Luzern verlor die Partei viele Sitze in den Parlamenten. Im Tessin ging sogar das zweite Regierungsmandat verloren. Und in Bern kam in den letzten Tagen gar Bundesrat Johann Schneider-Ammann unter die Räder. Er sei nicht sicher in seinen Dossiers, so die Kritik. Selbst eine Wiederwahl des Wirtschaftsministers im Dezember scheint nicht mehr sicher. Pelli dazu: «Jetzt ist es gerade Mode, gegen die Wiederwahl von Schneider-Ammann Stimmung zu machen. Das sind Intrigen.»

«Das ist eben CVP»

Wenn es um Machterhalt und Bundesratsmandate geht, lässt der Tessiner seiner Partnerin in der politischen Mitte, der CVP, kaum ein gutes Haar: «Das ist eben CVP», giftelt er weiter. Er wolle keine Allianz eingehen, nur um «unsere Macht zu sichern.» Und mit einem Blick auf die Bundesratswahlen vom Dezember: «Wenn sie nochmals eine Intrige organisieren will, kann sie das tun. Wir kämpfen lieber für unsere Wähleranteile.»

Nicht eingehen wollte Pelli in dem «Blick»-Interview auf Anspielungen über einen möglichen Rücktritt, sollte seine FDP bei den Wahlen im Herbst abstürzen. Parteiintern geht man jedoch davon aus, dass die Frage einer neuen Parteiführung im nächsten Jahr auf die Tagesordnung kommt. So sagte der Berner Nationalrat Christian Wasserfallen jüngst gegenüber Redaktion Tamedia: «Ich gehe davon aus, dass die Karten im nächsten Jahr neu gemischt werden.»

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