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ÖV-Reisende sollen mehr Rechte erhalten

Bei Verspätungen von mindestens 60 Minuten sollen Passagiere im öffentlichen Verkehr entschädigt werden. Reisende mit Dauerfahrausweisen haben allerdings das Nachsehen.

Mehr Rechte für Reisende: Menschen gehen an einer Zugs-Abfahrtstafel am Bahnhof Zürich-Oerlikon vorbei. (27. Oktober 2016)
Mehr Rechte für Reisende: Menschen gehen an einer Zugs-Abfahrtstafel am Bahnhof Zürich-Oerlikon vorbei. (27. Oktober 2016)
Manuel Lopez, Keystone

Der Bundesrat will den Passagieren im öffentlichen Verkehr mehr Rechte geben. Bei Ausfällen oder langen Verspätungen sollen Bahn- oder Busunternehmen künftig eine Entschädigung zahlen müssen.

Diese soll bei Verspätungen ab einer Stunde 25 Prozent des Fahrpreises betragen. Ab zwei Stunden Verspätung wäre eine Entschädigung von 50 Prozent fällig. Wer ein GA hat, bekommt keine Entschädigung.

Weitere Möglichkeiten für Reisende

Gemäss den Vorschlägen hätten die Passagiere auch die Möglichkeit, die Reise gar nicht anzutreten oder zu unterbrechen, wenn diese wegen der Verspätung sinnlos geworden ist. Wer zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch in einer anderen Stadt verpasst, kann am Schalter den Fahrpreis zurückverlangen.

Im geltenden Recht beschränkt sich die Haftung der Transportunternehmen auf Schäden, die unmittelbar durch das Verpassen des letzten Anschlusses entstehen. Einige Unternehmen verteilen bei Verspätungen freiwillig sogenannte Sorry-Bons. Einen Anspruch darauf gibt es nicht. Mit dem vorgeschlagenen Entschädigungssystem würden in der Schweiz künftig ähnliche Regeln gelten wie in der EU.

(SDA)

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