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«Ohne Vetorecht drohen uns Verhältnisse wie in Stuttgart»

Nationalrat Bastien Girod (Grüne, ZH) erklärt, warum er in der Atomendlager-Frage mit SVP-Nationalrat Peter Keller gestimmt hat. Und er sagt, wie es mit der Atomausstiegs-Initiative weitergeht.

Die Schweiz sucht seit Jahren nach Antworten, wie und wo der Atommüll versorgt werden soll: Greenpeace-Demonstration in Einsiedeln. (23. April 2003)
Die Schweiz sucht seit Jahren nach Antworten, wie und wo der Atommüll versorgt werden soll: Greenpeace-Demonstration in Einsiedeln. (23. April 2003)
Keystone
In Nidwalden wehrt man sich seit 25 Jahren dagegen, dass der Wellenberg zum Standort für ein Tiefenlager wird – wie etwas hier an einer Demonstration im Jahr 2010.
In Nidwalden wehrt man sich seit 25 Jahren dagegen, dass der Wellenberg zum Standort für ein Tiefenlager wird – wie etwas hier an einer Demonstration im Jahr 2010.
Sigi Tischler, Keystone
Christian Wasserfallen (FDP, BE) und Adrian Amstutz (SVP, BE) waren Kellers ärgste Widersacher.
Christian Wasserfallen (FDP, BE) und Adrian Amstutz (SVP, BE) waren Kellers ärgste Widersacher.
Keystone
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Herr Girod, die Kantone sollen bei der Standortsuche nach einem Endlager für Atommüll ein Vetorecht haben. Was sagen Sie dazu?

Das ist eine alte Forderung der Grünen, schön, dass sich hier endlich eine Mehrheit abzeichnet. Das heisst aber nicht, dass Lager in der Schweiz nicht mehr möglich sind und die Schweiz den Müll nun exportieren sollte. Vielmehr ist die Nagra nun gezwungen, lokale Akzeptanz für die Tiefenlager zu schaffen. Das ist möglich, verlangt aber nach höheren Sicherheitsstandards und einer angemessenen Entschädigung des Standortkantons.

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