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Offenbar weiterer Todesfall wegen Diane-35

Nach Frankreichs Verbot von Diane-35 bleibt die Pille hierzulande vorerst im Handel. Doch erst vor zwei Wochen starb in Olten eine Frau, womöglich weil sie die Pille eingenommen hatte.

Swissmedic will nun eine Analyse vornehmen: Diana 35 von der Firma Bayer.
Swissmedic will nun eine Analyse vornehmen: Diana 35 von der Firma Bayer.
Keystone

Die Akne- und Verhütungspille Diane-35 und ihre Generika werden in Frankreich vom Markt genommen (Tagesanzeiger.ch berichtete). Wie nun ein Bericht der Sendung «10vor10» zeigt, starb vor zwei Wochen in Olten eine Frau, möglicherweise weil sie die umstrittene Pille eingenommen hatte.

Der Chefarzt Innere Medizin des Kantonspitals Olten, Stefano Bassetti, bestätigt den Todesfall gegenüber der Sendung von SRF: «In der Tat haben wir Swissmedic diesen Fall gemeldet, es ist eine Patientin, die an einer schweren Lungenembolie verstorben ist, und sie hatte wahrscheinlich mehrere Risikofaktoren, unter anderem hat sie ein Generikum von Diane 35 eingenommen.»

Swissmedic nimmt Analyse vor

Bei der Schweizer Arzneimittelkontrollstelle Swissmedic sind im Zusammenhang mit der Diane-35 und deren Generika seit 1990 vier Todesfälle dokumentiert. Der für die Arzneimittelsicherheit zuständige Rudolf Stoller erklärt gegenüber «10vor10»: «Zurzeit können die Frauen Diane-35 und die Generika weiterhin nehmen». Swissmedic werde aber nun aufgrund einer Dokumentation der Erstzulasserfirma Bayer eine Analyse vornehmen und dann entscheiden, ob es zusätzliche Einschränkungen brauche.

Die für die Erstzulassung von Diane35 zuständige Firma Bayer teilt mit, sie nehme die Sicherheit ihrer Produkte sehr ernst und habe bezüglich der Anwendung und dem Nutzen-Risiko-Profil eng mit den jeweiligen Arzneimittelbehörden zusammengearbeitet.

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