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Nur Minidefizit für Stadt Zug dank Rechenfehler

Zug hatte für das Jahr 2014 ein Defizit von 4,2 Millionen budgetiert, in der Jahresrechnung sind es nur noch 400'000 Franken. Ausgerechnet der viel gescholtene Finanzausgleich half der Stadt bei dieser Verbesserung.

Meist sorgen Rechenfehler für schlechte Nachrichten. Nicht so in der Stadt Zug.
Meist sorgen Rechenfehler für schlechte Nachrichten. Nicht so in der Stadt Zug.
Archivbild, Keystone

Die Jahresrechnung 2014 der Stadt Zug ist deutlich besser ausgefallen als erwartet. Statt mit einem Defizit von 4,2 Millionen Franken wie budgetiert, schliesst sie praktisch ausgeglichen. Grund dafür ist eine einmalige Rückzahlung aus dem kantonalen Finanzausgleich, wie die Stadt mitteilt.

Weil sie wegen eines Statistikfehlers zu viel Geld in den Finanzausgleich gezahlt hatte, erhielt die Stadt rund drei Millionen Franken zurück. Bei einem Aufwand von 268,2 Millionen Franken und einem Ertrag von 267,8 Millionen weist die laufende Rechnung ein Defizit von 0,4 Millionen Franken aus.

Hoher Selbstfinanzierungsgrad

Die Steuereinnahmen bei den juristischen Personen sind mit 77,9 Millionen Franken (Vorjahr: 78,5 Millionen) praktisch stabil. Bei den natürlichen Personen gibt es einen leichten Rückgang auf 102,5 Millionen Franken (Vorjahr: 104,4 Millionen). Wegen einer bedeutenden Handänderung sind die Grundstückgewinnsteuern höher ausgefallen als budgetiert.

Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 20,4 Millionen Franken. Dies liegt unter dem strategischen Zielwert von 30 Millionen Franken und führt zu einem hohen Selbstfinanzierungsgrad von 122 Prozent, wie es in der Mitteilung heisst.

Kanton zahlt 4,5 Millionen weniger ab 2018

In den kommenden drei Jahren sieht die Finanzplanung jeweils ausgeglichene Rechnungen vor. In diesem Zeitraum wird die Stadt auch durch die Teilrevision des Zuger Finanzausgleichs etwas entlastet. Dieser Vorteil werde aber bereits wieder gefährdet, weil das kantonale Entlastungsprogramm vorsieht, einzelne Aufgaben neu den Gemeinden aufzubürden, heisst es in der Mitteilung.

Weitere Gewitterwolken sieht Finanzvorsteher Karl Kobelt (FDP) ab 2018 aufziehen. Dann reduziert der Kanton seine Zahlungen an den Zuger Finanzausgleich, wodurch der Stadt Zug rund 4,5 Millionen Franken entgehen.

SDA/hvw

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