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«Nun steht Italien in der Pflicht»

Die Schweiz darf eine Flüchtlingsfamilie nicht nach Italien ausschaffen, weil sie dort unter unwürdigen Bedingungen wohnen müsste. Ein Urteil mit Grundsatzcharakter, sagt Constantin Hruschka von der Flüchtlingshilfe.

Zu wenig Platz: In Italien (im Bild Flüchtlinge im Bahnhof von Mailand) fehlen Aufnahmemöglichkeiten für Asylbewerber.
Zu wenig Platz: In Italien (im Bild Flüchtlinge im Bahnhof von Mailand) fehlen Aufnahmemöglichkeiten für Asylbewerber.
Luca Bruno, Keystone

Ist Schengen-Dublin gescheitert? Nein, sagt Constantin Hruschka von der Schweizer Flüchtlingshilfe. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zeige vielmehr, dass das System funktioniere – und ein Staatsvertrag nicht ausreiche, um auf eine Einzelfallprüfung zu verzichten.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden: Die afghanische Familie darf von der Schweiz nicht nach Italien ausgeschafft werden, solange nicht klar ist, dass sie in Italien in eine geeignete Unterkunft kommt. Ist das nun das von Ihnen erhoffte Grundsatzurteil?

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