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«Noch kein grosses Wasserkraftwerk ist bankrottgegangen»

Die Wasserkraft steht unter Druck, zahlreiche Grossprojekte landen in der Schublade. Nun wollen die Bergkantone vom Bund Subventionen. Was von dieser Forderung zu halten ist, sagt ETH-Professor Anton Schleiss.

«Wenn die Nachfrage nach Strom erst einmal ansteigt, dann wird auch der Preis rasch reagieren»: Staumauer des Lago di Livigno.
«Wenn die Nachfrage nach Strom erst einmal ansteigt, dann wird auch der Preis rasch reagieren»: Staumauer des Lago di Livigno.
Keystone

Herr Schleiss, wie schlimm steht es wirklich um die Wasserkraft? Die momentane Lage ist verzwickt. Zwei Faktoren sorgen für Unsicherheit: einerseits die Rezession in Europa, deretwegen Industrieproduktion und Stromverbrauch gedrosselt werden; andererseits die hohen Subventionen für den Solar- und Windstrombereich von Staaten wie Deutschland. Beide Faktoren drücken stark auf die Preise. Gerade zu Spitzenzeiten haben die Schweizer Wasserkraftwerke deshalb Mühe, ihren Strom zu vernünftigen Konditionen zu verkaufen.

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