Zum Hauptinhalt springen

«Natürlicher, als mit Schläuchen im Körper auf den Tod zu warten»

Der ehemalige Zürcher ­Stadtarzt Albert Wettstein sagt, «terminales Fasten» sei besser, als das Leben per Giftcocktail zu beenden.

«Ich trage immer eine Patientenverfügung auf mir»: Der ehemalige Stadtarzt Albert Wettstein.
«Ich trage immer eine Patientenverfügung auf mir»: Der ehemalige Stadtarzt Albert Wettstein.

Braucht die Schweiz ein Gesetz zur Suizidbegleitung?

Nein. Wichtig ist, dass Missbräuche ­geahndet werden können, und das ist heute bereits möglich. Wer jemanden aus Eigennutz zum Suizid überredet, der macht sich strafbar. Das ist entscheidend. Es steht der Schweiz gut an, bei diesem Thema die Autonomie so stark zu gewichten. Das beinhaltet allerdings auch, dass jene Menschen, die sich gegen einen Freitod entscheiden, anständig betreut werden. Hier stehen wir als ­Zivilgesellschaft in der Pflicht: Wir ­müssen die Entscheidungen der älteren Menschen ernst nehmen, dürfen sie danach aber nicht allein lassen. Die Fürsorge darf nicht dem Sparzwang zum Opfer fallen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.