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Muss Göldi doch die ganze Haft absitzen?

«Max Göldi kommt am 12. Juni frei», verlautete Göldis Anwalt Salah Zahaf Mitte Mai. Bei Amnesty International rechnet man aber damit, dass Göldi die gesamten vier Monate Haft verbüssen muss.

Hannibal Ghadhafi (links) im Gespräch mit dem Schweizer Max Göldi.
Hannibal Ghadhafi (links) im Gespräch mit dem Schweizer Max Göldi.
Keystone
Max Göldi wirkte gemäss Journalisten entspannt und lächelte.
Max Göldi wirkte gemäss Journalisten entspannt und lächelte.
Keystone
Max Göldi will «so schnell wie möglich nach Hause»: Blick auf den Eingang des Gefängnisses Aljudayda in Tripolis.
Max Göldi will «so schnell wie möglich nach Hause»: Blick auf den Eingang des Gefängnisses Aljudayda in Tripolis.
Keystone
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«Der Zustand von Max Göldi ist unverändert», sagt Manon Schick, Sprecherin von Amnesty International Schweiz. Das letzte Mal habe man vor einer Woche Kontakt mit Göldis Familie gehabt. Nach deren Informationen sitze der Schweizer noch immer in derselben Zelle ohne Aussicht auf eine Verlegung. Moralisch sei er aber in guter Verfassung.

Für eine Freilassung am 12. Juni gebe es nach wie vor keine offizielle Bestätigung. «Wir gehen davon aus, dass Max Göldi spätestens am 22. Juni aus der Haft entlassen wird», so Schick. Dann wäre nämlich die viermonatige Haft vollständig abgelaufen, ohne dass die Tage in Haft von Juli bis September 2008 angerechnet worden wären.

«Es ist Libyen»

Schick gibt sich zuversichtlich, dass Libyen-Führer Muammar al-Ghadhafi diese Frist einhält. «Ich glaube nicht, dass sich Ghadhafi traut, Göldi länger ohne Grund zu inhaftieren», sagt Schick. Zumal er darauf hingewiesen habe, dass es sich um eine juristische Angelegenheit handle. Es sei jedoch die Frage, wann Göldi Libyen verlassen und in die Schweiz zurückkehren könne. «Immerhin ist es Libyen.»

Doch auch wenn Ghadhafi «administrative Gründe» geltend mache, dürfte Göldi «nach ein paar Tagen oder Wochen» das Land verlassen dürfen, glaubt Schick. Ansonsten würde der internationale Druck auf Ghadhafi steigen.

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