Zum Hauptinhalt springen

«Möglich, dass Ja-Sager zu Hause geblieben sind»

Ein klares Nein statt 57 Prozent Ja: Die Politologen Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen erklären, warum ihre Umfrage danebenlag.

Trotz bereinigter Stichprobe von rund 15'000 Teilnehmern prophezeite die Tamedia-Umfrage ein Ja zur Atomausstiegsinitiative: Kühlturm des AKW Gösgen. Foto: Alessandro Della Bella (Keystone)
Trotz bereinigter Stichprobe von rund 15'000 Teilnehmern prophezeite die Tamedia-Umfrage ein Ja zur Atomausstiegsinitiative: Kühlturm des AKW Gösgen. Foto: Alessandro Della Bella (Keystone)

Herr Leemann, Herr Wasserfallen, die letzte Tamedia-Abstimmungsumfrage ging von einer Annahme der Atomausstiegsinitiative mit 57 Prozent Ja-Stimmen aus. Nun hat das Stimmvolk die Initiative deutlich abgeschmettert. Was ist schiefgegangen?

Diese Abweichung ist tatsächlich gross – da gibt es nichts schönzureden. Offensichtlich haben wir den Nein-Trend, der bei Initiativen üblich ist, in der letzten Umfragewelle nicht abbilden können. Zwei Fehlerquellen sind möglich: Entweder haben wir den Ja-Anteil in einzelnen Bevölkerungsgruppen überschätzt, oder es sind weniger Befürworter an die Urne gegangen als erwartet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.