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Mit 4000 Franken zurück in die tunesische Heimat

Damit Länder wie Tunesien abgewiesene Asylbewerber wieder aufnehmen, bietet die Schweiz ihnen Migrationspartnerschaften an. Über 1500 Tunesier kehrten so wieder zurück. Doch nicht alle profitieren.

Viele Rückkehrer versuchen, sich als Lebensmittelhändler eine neue Existenz aufzubauen: Geldtransaktion auf einem Markt in Tunis. Foto: John Keates (Alamy)
Viele Rückkehrer versuchen, sich als Lebensmittelhändler eine neue Existenz aufzubauen: Geldtransaktion auf einem Markt in Tunis. Foto: John Keates (Alamy)

Wenn immer Mohamed Ghali in Tunis Passanten hört, die nicht seine Sprache sprechen, übergibt er ihnen einen Brief. Darin steht die Geschichte seines Sohnes Hassen. Der heute 28-Jährige verliess Tunesien vor fünf Jahren auf einem Boot. Sein Ziel war Europa. Doch das Schiff ging vor der italienischen Insel Lampedusa unter. Hassen überlebte – 100 andere nicht. Er erlitt einen Schock, der bei ihm eine schwere psychische Krankheit auslöste. Seit eineinhalb Jahren ist Hassen in Rom im Gefängnis. Wie es dazu kam, ist unklar. Für seinen Vater spielt das sowieso eine untergeordnete Rolle. «Ich gelange an Sie, damit Sie mir helfen, meinen Sohn aus dem Gefängnis zu holen und seine Krankheit zu behandeln», schreibt Mohamed.

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