Zum Hauptinhalt springen

Millionenbetrug bei KBV streng bestraft

Die vier Hauptangeklagten sind für den Millionenbetrug bei der zusammengebrochenen Winterthurer Krankenkasse KBV mit Freiheitsstrafen von bis zu viereinhalb Jahren bestraft worden.

Zwei von ihnen müssen ins Gefängnis, zwei weitere erhielten Bewährungsstrafen.

Das erstinstanzliche Gericht sprach die früheren Manager schuldig wegen Betrugs, Veruntreuung, Urkundenfälschung und Geldwäscherei, wie es in der mündlichen Urteilseröffnung hiess. Die vier sollen mit Hilfe von mehr als 2000 fiktiven Versicherungsnehmern insgesamt 27,5 Millionen Franken vom Risikoausgleichsfonds der schweizerischen Krankenkassen erschwindelt haben. 9,54 Millionen Franken zweigten sie laut Anklage als Provision für sich ab.

KBV-Geschäftsleiter muss ins Gefängnis

Zwei nicht geständige Angeklagte - der ehemalige KBV-Geschäftsleiter und der frühere Marketing- und Vertriebsverantwortliche - müssen ins Gefängnis, der frühere Direktor für viereinhalb Jahre, der ehemalige Marketingchef für vier Jahre. Der frühere KBV-Finanzchef erhielt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren, von denen er ein Jahr absitzen muss. Ein viertes Geschäftsleitungsmitglied kam mit zwei Jahren Freiheitsstrafe bedingt sowie einer Geldstrafe davon.

Bedingte Geldstrafen erhielten auch der Präsident und der Vizepräsident des damaligen KBV-Verwaltungsrates. Sie sollen Bonusgelder veruntreut haben. Freigesprochen wurde ein Garagist, der wegen Gehilfenschaft zum Betrug angeklagt war.

Der Staatsanwalt hatte für die Hauptangeklagten dreieinhalb bis sechs Jahre Zuchthaus gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Der Millionenbetrug führte im Juni 2004 zum Zusammenbruch der KBV. Rund 60'000 Versicherte und das Personal wurden in der Folge von der Helsana übernommen.

AP/bru

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch