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MH-17-Ermittlung führt in die Schweiz

Die Absturzursache des abgeschossenen Flugzeugs ist nach zwei Jahren immer noch unklar. Jetzt wurden in einem Zürcher Bankschliessfach «offenbar brisante Unterlagen» gefunden.

Hatte der Detektiv Kontakt mit den Tätern? Der Inhalt eines Bankschliessfachs in Zürich wurde beschlagnahmt. (Archivbild)
Hatte der Detektiv Kontakt mit den Tätern? Der Inhalt eines Bankschliessfachs in Zürich wurde beschlagnahmt. (Archivbild)
Gaetan Bally, Keystone

Bei den Ermittlungen zum Absturz von Flug MH 17 im Osten der Ukraine haben deutsche und Schweizer Ermittler die Wohnung und das Zürcher Bankschliessfach eines deutschen Privatdetektivs durchsucht.

Die niederländischen Behörden erhofften sich davon Informationen zum Absturz von MH 17, sagte Wim De Bruin von der niederländischen Staatsanwaltschaft am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Holland hat Ersuchen gestellt

Laut De Bruin wurden die Wohnung des Privatdetektivs im deutschen Bad Schwartau sowie ein Bankschliessfach in Zürich durchsucht und dessen Inhalt beschlagnahmt. Nun müsse ein Schweizer Richter darüber entscheiden, ob der Inhalt den niederländischen Behörden übergeben werde, sagte De Bruin.

Die Schweizerische Bundesanwaltschaft bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass die Niederlande ein Rechtshilfeersuchen an sie gestellt hätten.

Anonymer Geldgeber beauftragte Detektiv

Die Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine von einer Boden-Luft-Rakete getroffen und zerstört worden; alle 298 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Berichten zufolge wurde der deutsche Privatdetektiv bereits kurz nach dem Absturz von einem anonymen Geldgeber beauftragt, in dem Fall zu ermitteln.

Möglicherweise hätten die «mutmasslichen Schuldigen hinter dem Angriff auf MH 17» Kontakt mit dem Detektiv gehabt, berichtete die niederländische Zeitung «De Telegraaf» am Dienstag. Laut «De Telegraaf» wurden bei den Durchsuchungen «offenbar brisante Unterlagen» gefunden.

Von russischer Rakete abgeschossen

Niederländische Ermittler waren zum Schluss gekommen, dass die Passagiermaschine von einer russischen BUK-Rakete abgeschossen worden sei. Westliche Länder wie die USA warfen Russland vor, den prorussischen Rebellen in der Ostukraine die Rakete zumindest geliefert zu haben. Moskau weist jede Verantwortung zurück.

Derzeit laufen in den Niederlanden noch strafrechtliche Ermittlungen zu der Frage, wer genau die Rakete abfeuerte und von welchem Ort.

SDA/sep

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