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Maurers Einkaufszettel enthüllt

Nach jahrelangem Hin und Her ist jetzt klar: Bundesrat Ueli Maurer will nun doch 22 neue Kampfflieger kaufen. Um die neuen Jets finanzieren zu können, will der VBS-Chef das Armeebudget massiv erhöhen.

Wird es mit seinem Armeebericht schwer haben: VBS-Chef Ueli Maurer am Eidgenössisches Feldschiessen in Tafers, Juni 2010.
Wird es mit seinem Armeebericht schwer haben: VBS-Chef Ueli Maurer am Eidgenössisches Feldschiessen in Tafers, Juni 2010.
Reuters

Der Armeebericht, welcher «10vor10» exklusiv vorliegt, zeigt fünf Varianten für die Zukunft der Armee auf. Und Ueli Maurers Wunscharmee ist teuer. Sehr teuer. Umsetzen will das Verteidigungsdepartement eine Variante, die von einem Budget von jährlich fünf Milliarden Franken und einem Bestand von 96‘000 Soldaten ausgeht.

Die Armee soll auch neue Kampfjets bekommen – 22 an der Zahl. Wörtlich heisst es im Bericht: «Die für das Gesamtsystem Verteidigung unverzichtbare Luftwaffe wird durch die Beschaffung des Tiger-Teilersatzes verstärkt.»

Politiker reagieren skeptisch

Für die Beschaffung der neuen Kampfflieger rechnet das VBS mit Kosten von fünf Milliarden Franken. Ursprünglich geplant waren Ausgaben von bloss 2,2 Milliarden Franken. Um die neuen Flieger zu finanzieren, soll das Armeebudget zwischen 2013 und 2017 auf 6,3 Milliarden Franken erhöht werden. Das sind rund zwei Milliarden Franken mehr als heute.

Sicherheitspolitiker aller Parteien geben dem Vorhaben von Ueli Maurer wenig Chancen. FDP-Nationalrat Peter Malama sagt gegenüber «10vor10»: «Das künftige Budget von Ueli Maurers Armee ist illusorisch. Das ist politisch nie mehrheitsfähig.»

Über den Armeebericht und das Geschäft Tiger-Teilersatz wird der Bundesrat an seiner Sitzung vom 1. September befinden.

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