Massentierhaltungs-Initiative wohl zustande gekommen

Die Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz» soll bereits die nötigen Unterschriften zusammen haben. Im September sollen diese beim Bund eingereicht werden.

Die Volksinitiative fordert, dass der Bund die Würde des Tieres in der landwirtschaftlichen Tierhaltung schützt: Die Lancierung in Bern am 12. Juni 2018. (Keystone/Peter Schneider)

Die Volksinitiative fordert, dass der Bund die Würde des Tieres in der landwirtschaftlichen Tierhaltung schützt: Die Lancierung in Bern am 12. Juni 2018. (Keystone/Peter Schneider)

Tierschutz-, Tierrechts- und Umweltorganisationen haben ihre Volksinitiative gegen die Massentierhaltung einem Medienbericht zufolge zustande gebracht. Sie sammelten demnach 124'000 Unterschriften und wollen diese im September bei der Bundeskanzlei einreichen.

Wie Kampagnenleiterin Meret Schneider von der Tierrechts-Organisation Sentience Politics dem «Blick» vom Montag sagte, werden die Unterschriften nun von den Gemeinden beglaubigt. Nötig für das Zustandekommen sind 100'000 gültige Unterschriften. Die Sammelfrist für das am 12. Juni 2018 lancierte Begehren läuft noch bis zum kommenden 12. Dezember.

Die Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz (Massentierhaltungsinitiative)» verlangt eine Verfassungsänderung zur landwirtschaftlichen Tierhaltung. Der Bund soll demnach die Würde des Tieres in der landwirtschaftlichen Tierhaltung schützen.

Konkret soll der Bund Kriterien festlegen für eine tierfreundliche Unterbringung und Pflege, den Zugang ins Freie, die Schlachtung und die maximale Gruppengrösse pro Stall. Er soll auch Vorschriften über die Einfuhr von Tieren und tierischen Erzeugnissen zu Ernährungszwecken erlassen. Für die Umsetzung der Initiative sind maximale Übergangsfristen von 25 Jahren vorgesehen.

Hinter dem Volksbegehren stehen Personen aus 15 Organisationen. Darunter ist etwa Vera Weber von der Fondation Franz Weber oder Vertreter von Greenpeace oder der Grünen Partei.

sep/sda

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