Nationalrätin Carobbio verzichtet auf Kandidatur für SGB-Präsidium

Nach dem Rücktritt von Paul Rechsteiner hat sich das Feld seiner möglichen Nachfolger erneut verkleinert. Noch zwei Kandidaten sind im Rennen.

Bereit für Nationalratspräsidium: Marina Carobbio (rechts) an der Herbstsession in Bern. (13. September 2018)

Bereit für Nationalratspräsidium: Marina Carobbio (rechts) an der Herbstsession in Bern. (13. September 2018)

(Bild: Keystone Anthony Anex)

Die Tessiner SP-Nationalrätin Marina Carobbio verzichtet auf eine Kandidatur für das Präsidium des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB). Sie begründete diesen Entscheid mit dem Nationalratspräsidium, das sie voraussichtlich nächstes Jahr ausüben wird.

Sie wolle sich auf dieses institutionelle Mandat konzentrieren, sagte Carobbio in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Tessiner Zeitung «La Regione».

Der Entscheid sei ihr aber nicht leicht gefallen, sagte Carobbio. Sie ist erste Vizepräsidentin des Nationalrates. Im Dezember wird sie voraussichtlich «höchste Schweizerin». Der jetzige SGB-Präsident, Ständerat Paul Rechsteiner (SP/SG), hat im März seinen Rücktritt angekündigt.

Über seine Nachfolge entscheidet der SGB-Kongress am 1. Dezember. Als Kandidatinnen respektive Kandidat im Rennen sind unter anderen Nationalrätin Barbara Gysi (SP/SG) sowie der Waadtländer Staatsrat Pierre-Yves Maillard (SP). Am Dienstag hatte bereits der Walliser Nationalrat Mathias Reynard (SP) seinen Verzicht bekanntgegeben.

Maillard ist offizieller Kandidat der Gewerkschaft Unia. Für Barbara Gysi sieht Carobbio intakte Chancen: Alles hänge von der Kampagne ab, die Gysi bei den einzelnen Gewerkschaften führe, sagte sie. Sie selbst ist der Auffassung, dass eine Frau den Gewerkschaftsbund führen sollte.

sep/sda

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