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Leuthard findet schlechten Handyempfang im Zug «peinlich»

Die Debatte um den schlechten Handyempfang in Schweizer Zügen geht in die nächste Runde. Jetzt macht Ministerin Doris Leuthard ihrem Ärger Luft.

Ein Versprechen, das nicht immer gehalten werden kann: Zug, der technisch für Handynutzer eingerichtet ist.
Ein Versprechen, das nicht immer gehalten werden kann: Zug, der technisch für Handynutzer eingerichtet ist.
Keystone
Funkts? Was hier problemlos aussieht, ist nicht immer nicht Standard.
Funkts? Was hier problemlos aussieht, ist nicht immer nicht Standard.
Keystone
SBB und Handyempfang, das ist eine harzige Angelegenheit.
SBB und Handyempfang, das ist eine harzige Angelegenheit.
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Die Schweiz: Ein Land, das Massstäbe setzt, wenn es um den Stand der Technisierung geht. Nachholbedarf gibt es allerdings im Bereich der Handy-Telefonie in den Zügen. Dort ist der Empfang so schlecht, dass es oft nicht einmal für das Versenden einer Kurznachricht reicht.

Der miserable Netz-Empfang ärgert die Bürger und auch Verkehrs- und Kommunikationsministerin Doris Leuthard massiv, wie sie jetzt in einem Interview mit Info 3 (SRF) äusserte.

Technische Schwierigkeiten dieser Art müssten in einem Land wie der Schweiz lösbar sein, sagte Leuthard, um dann an die Verantworlichen zu appellieren: «Dieses Echo müssen die Unternehmen aber hören und sagen: Es ist 5 vor 12.»

«Ich verstehe das ehrlich gesagt auch nicht»

Ständige Unterbrüche beim Telefonieren, Probleme beim Verschicken einer einfachen Mail – das ist der Alltag in Schweizer Zügen. Einfach nur «peinlich», findet Doris Leuthard. Seit Jahren sei man nun damit beschäftigt, den schlechten Netzempfang im Bahnverkehr zu beheben. Das sei ein «Ärgernis». Doch geändert habe sich bisher nichts, sagte die Bundesrätin im Rahmen einer Medienkonferenz zur Strategie für eine «Digitale Schweiz». Das kommt einem Rüffel von ganz oben gleich. Als Uvek-Chefin hat Leuthard die Fäden in Sachen Telekommunikation und Verkehr in den Händen.

Laut Leuthard seien sich Telekom-Anbieter und SBB eine zeitlang uneins gewesen, wer die Kosten für die Router in den einzelnen Zügen tragen solle. Nach einem Jahr, so Leuthard weiter, habe sich dann der Bund eingebracht und sich bereit erklärt, «über den Bahnkredit einen gewissen jährlichen Beitrag zu leisten, damit die Umstellung erfolgt. Ich verstehe das ehrlich gesagt auch nicht.»

Forderung nach zeitnaher Behebung des Problems

Besonders empört hat die Bundesrätin aktuell die Verlautbarung der SBB, aus finanziellen Gründen die technische Aufrüstung von 1700 Wagen des Regionalverkehrs nicht wie geplant zeitnah umzusetzen. Leuthard: «Das ist ein Ärgernis, ein sehr grosses sogar.»

Leuthard wirft sowohl SBB als auch den Telekommunikations-Anbietern Versagen vor und verbindet ihre Kritik mit einer deutlichen Forderung nach einer Auseinandersetzung mit dem Problem: «Das müssen wir unbedingt schnellstens beheben», äussert Leuthard im SRF-Gespräch.

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