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Leuenberger: «Strom wird bald knapp»

Die steigenden Strompreise zeigen auch, dass die Elektrizität in der Schweiz bald knapp wird.

Das Uvek gehe davon aus, dass es eine Stromknappheit geben werde, sagte der Energieminister in einem Interview der Zeitung «Bund». «Wir stehen am Anfang der Stromknappheit», sagte Leuenberger. Dies lasse sich indirekt an den höheren Preisen ablesen.

Der Preisanstieg habe sich zwar früher angekündigt als erwartet, sei aber teilweise erklärbar durch die Umstellung des Marktregimes und die steigenden europäischen Strompreise.

«Ob die angekündigten Preiserhöhungen gerechtfertigt sind, werden wir nach dem Entscheid der Regulationsbehörde ElCom wissen», sagte Leuenberger. So würden die Erhöhungen verschieden begründet. Die Stromnetzbetreiberin Swissgrid berufe sich auf die Neubewertung der Netze durch die Stromunternehmen und auf die gestiegenen Kosten für die Versorgungssicherheit.

Amortisierte Netze verrechnet

Leuenberger zeigte sich aber irritiert darüber, dass Übertragungsnetze, die offenbar längst amortisiert und von den Stromkonsumenten bezahlt seien, nun nochmals verrechnet werden sollten. Aber auch ohne Liberalisierung wären die Preise auf Grund der steigenden Nachfrage und des knapper werdenden Angebots gestiegen, gibt sich der Uvek-Vorsteher überzeugt. Auch Verbesserungen des Netzes seien notwendig, ansonsten drohe ein neues Blackout.

Lange Diskussionen im Bundesrat

In den Aktionsplänen seien idealistische Visionen formuliert worden, um die prognostizierte jährliche Zunahme des Stromverbrauchs um ein bis zwei Prozent abzuwenden. Es könne aber nicht garantiert werden, dass die von seinem Departement vorgeschlagenen Sparmassnahmen umgesetzt würden, sagte Leuenberger. «Schon nur der Vorschlag, Glühbirnen mit hohem Stromverbrauch zu verbieten, führte im Bundesrat zu langen Diskussionen», erklärte er.

Neu beurteilt werden soll im kommenden Jahr die Situation betreffend der Förderabgabe. Der Bundesrat und das Parlament seien heute viel offener als noch in den letzten Legislatur, wozu sicher auch der hohe Benzinpreis beigetragen habe.

AP/grü

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