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Lehnt sich der Brüssel-Abgesandte zu weit aus seinem Berner Fenster?

EU-Botschafter Michael Reiterer dürfte sich freuen: In der Schweiz wurde die EU-Debatte trotz Krise in der Union wieder angeschoben. Der Diplomat nutzt den Schwung – und droht gleich zu überborden.

Vertritt die Interessen der Europäischen Union in der Schweiz: Michael Reiterer beim Amtsantritt am 4. April 2007 in Bern.
Vertritt die Interessen der Europäischen Union in der Schweiz: Michael Reiterer beim Amtsantritt am 4. April 2007 in Bern.
Keystone

«EU-Botschafter Michael Reiterer ist auch schon sympathischer aufgetreten», sagt SP-Nationalrat Mario Fehr gegenüber Redaktion Tamedia. Dem Zürcher Politiker ist aufgefallen, dass der Diplomat aus Brüssel seit einigen Wochen viel härter argumentiert. Das aber sei in der Schweiz mit ihrer direkten Demokratie «kontraproduktiv». «Reiterer muss überzeugen und nicht drohen», meint der Parlamentarier. Zudem stellt sich Fehr, der sich wohlgemerkt für einen EU-Beitritt ausspricht, dem Abgesandten aus Brüssel auch inhaltlich entgegen. «Teilweise ist es auch schlicht falsch, was Reiterer sagt. Zum Beispiel wenn er die Meinung kundtut, den Schweizer EU-Beitritt gebe es nur mit der Übernahme des Euro. «Ich trete dafür ein, dass wir den Franken behalten. Und ich bin überzeugt, dass wir dies auch durchsetzen können.»

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