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Kulinarische Integration unerwünscht

Der Landwirtschaftsspezialist Friedrich Traugott Wahlen hat 1940 während des Zweiten Weltkriegs die so genannte Anbauschlacht ausgerufen: einen Plan zur Förderung der innerschweizerischen Lebensmittelproduktion. Die Selbstversorgung stieg damit von unter 50 auf rund 80 Prozent. Das Bild zeigt Wahlen 1958, fast 20 Jahre später, bei seiner Vereidigung als Bundesrat.
Im Rahmen der Anbauschlacht musste jeder noch so entlegene Winkel bepflanzt werden. Durch Rodung und Melioration wurden auch nicht-landwirtschaftliche Flächen und Brachen einbezogen. So pfügte der Bauer im Bild einen Sportplatz in Zürich für den Anbau von Lebensmitteln. Eine Lebensmittelknappheit wie im Ersten Weltkrieg sollte sich nicht wiederholen. Der Plan von Friedrich Wahlen hatte nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern auch eine psychologische Wirkung: für den Widerstandswillen der Schweiz.
Bundesrat Johann Schneider-Ammann spricht in der Frühlingssession vom März 2013 im Ständerat zur Agrarreform 14-17. Bergbauern und biologische Landwirtschaftsbetriebe sollten durch die Reform gestärkt werden. Ein Teil der Bauernlobby will nun mit einer Initiative einen Selbstversorgungsgrad von 60 Prozent in der Verfassung vorschreiben. Damit würde der Trend wieder in Richtung Massenproduktion gewendet.
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