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Kopps neue Partei

Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp würde sich heute nicht mehr für die FDP engagieren. Dafür gebe es vor allem einen Grund.

Keine Freundin der FDP: Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp
Keine Freundin der FDP: Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp
Keystone

Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp würde heute nicht mehr der FDP, sondern den Grünliberalen beitreten. Der Liberalismus sei für sie noch immer die einzig mögliche politische Haltung, sagte sie in einem Interview mit der «Schweizer Illustrierten».

Der frühere FDP-Slogan «Mehr Freiheit, weniger Staat» hat Kopp damals überzeugt. Ein Element fehlt ihr aber: Die Verantwortung. «Man kann nicht Freiheit einfordern, ohne Verantwortung zu übernehmen», sagte sie.

Noch in den 1980er-Jahren sei die FDP die erste grüne Partei gewesen, die Schweiz umweltpolitisch die Nummer 1 in Europa. Danach habe es die Partei verpasst, marktwirtschaftliche Lösungen im Umweltbereich zu initiieren.

An der Umwelt gescheitert

Dass die FDP keine Umweltpolitik mehr mache, ist für die ehemalige Justizministerin ein Grund für deren Misserfolge. Viele bürgerliche und um die Umwelt besorgte Freisinnige seien zur GLP übergetreten. «Man kann 2011 nicht ein Wahlprogramm aufstellen, ohne Energie, Klima und Umwelt zu thematisieren. Dieses Thema brennt den Menschen unter den Nägeln.»

Ebenso wenig kann die FDP eine Kehrtwende machen. Dies hat sich für Kopp nach der Katastrophe von Fukushima gezeigt: «Die kernkraftfreundliche FDP kann nicht einfach über Nacht ihre Position ändern, sonst verliert sie ihre Glaubwürdigkeit. Das ist das Schlimmste, was einer Partei passieren kann.»

Verkürzter Slogan

Gegenüber der SDA legte die FDP Wert auf die Feststellung, dass der von Kopp erwähnte Slogan tatsächlich «Mehr Freiheit und Eigenverantwortung, weniger Staat» gelautet habe. In der Praxis wurde diese Parole allerdings selbst von Vertreterinnen und Vertretern der FDP oft in der verkürzten Variante «Mehr Freiheit, weniger Staat» verwendet.

Auch «Das Magazin» des «Tages-Anzeigers» hatte Kopps Sympathie für die Grünliberalen in der letzten Ausgabe thematisiert.

SDA/bru

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