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Köppel spricht, Sommaruga flieht

«Unanständig», «frech», «unflätig». Roger Köppels Votum zum Kroatien-Protokoll nervte viele Parlamentarier links der Mitte. Justizministerin Simonetta Sommaruga verliess während der Ansprache den Saal.

Die Justizministerin spreche – im Kontext der Asylgesetzrevision – lieber von einem «Plangenehmigungsverfahren» als von «Enteignungen»: Köppel sorgte am Dienstag im Nationalrat für heftige Reaktionen. (26. April, 2016)
Die Justizministerin spreche – im Kontext der Asylgesetzrevision – lieber von einem «Plangenehmigungsverfahren» als von «Enteignungen»: Köppel sorgte am Dienstag im Nationalrat für heftige Reaktionen. (26. April, 2016)
Keystone
Ihr wurde es zwischenzeitlich zu bunt: Bundesrätin Sommaruga im Nationalratssaal. (26. April, 2016)
Ihr wurde es zwischenzeitlich zu bunt: Bundesrätin Sommaruga im Nationalratssaal. (26. April, 2016)
Keystone
«Ich beantwortete gerne Ihre Fragen zu Kroatien, Herr Köppel», sagte Sommaruga. Mehr nicht. Applaus im Saal (in der linken Ratshälfte). (26. April, 2016)
«Ich beantwortete gerne Ihre Fragen zu Kroatien, Herr Köppel», sagte Sommaruga. Mehr nicht. Applaus im Saal (in der linken Ratshälfte). (26. April, 2016)
Keystone
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In einem anderen Land und einem anderen Parlament hätte es wohl eine wüste Schlägerei gegeben. Das schweizerische Äquivalent, die höchste Eskalationsstufe im hiesigen Parlamentarismus, ist das demonstrative Verlassen des Saales. Das passiert einigermassen häufig bei Nationalrätinnen und Nationalräten (und ist entsprechend wirkungslos). So gut wie nie verlässt eine Bundesrätin, ein Bundesrat die Debatte. Vor allem nicht, wenn sie oder er direkt angesprochen wird.

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