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Kluge Köpfe auf der Flucht

Junge, gut ausgebildete Südeuropäer kehren ihrer Heimat den Rücken – und kommen auch in die Schweiz. Zum Beispiel nach Basel.

Auswandern als Alternative: Junge Menschen in Rom protestieren gegen die Sparpolitik der italienischen Regierung. (14. November 2012)
Auswandern als Alternative: Junge Menschen in Rom protestieren gegen die Sparpolitik der italienischen Regierung. (14. November 2012)
AFP

Matteo* nimmt einen tiefen Zug von seiner Zigarette, hält kurz inne, bläst den blauen Dunst aus. «Es ist noch viel schlimmer, als man in den Zeitungen liest.» Matteo, 27 Jahre alt, ein schmächtiger Mann in Kapuzenpulli, lebt in Palermo. Seit zwei Jahren ist er arbeitslos, damals hat er das Philosophiestudium abgebrochen, «weil es mir für meine Zukunft eh nichts bringt». 70 Prozent seiner Freunde, schätzt Matteo, sind derzeit ohne Stelle. Die meisten mit Universitätsabschluss, aber ohne Perspektive. Ein Abschluss zähle gar nichts mehr, sagt Matteo. Jene, die Glück haben und tatsächlich einen Job finden, müssten sich mit teils sehr mageren Salären begnügen. Matteo kennt einen Informatiker, der für eine 100-Prozent-Stelle 800 Euro, also nicht einmal 1000 Franken, im Monat verdient. Manchmal aber auch gar nichts, das weiss er nie so genau.

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