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Kleine Änderung, grosser Effekt

Schweizer müssen im laufenden Jahr wegen einer Anpassung einer Berechnungsmethode gesamthaft über 100 Millionen Franken mehr für Strom bezahlen.

Der Bundesrat änderte in der Stromversorgungsverordnung die Berechnungsmethode des Weighted Average Cost of Capital (WACC), wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Mittwoch mitteilte. Der WACC zeigt an, wie hoch das von den Netzbetreibern eingesetzte Kapital durchschnittlich zu verzinsen ist. Dabei wird das Risiko berücksichtigt.

Der Wert beeinflusst den Preis für die Netznutzung und damit die Strompreise. Durch den Methodenwechsel fallen die Netznutzungsentgelte nach Berechnung des BFE für 2013 um 0,57 Prozent oder 108 Millionen Franken höher aus als mit der alten Methode. Die neue Berechnung tritt am 1. März in Kraft.

Im internationalen Vergleich zu tief

Gegen die Anpassung hatte sich in der Anhörung vor allem der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) gewehrt. Der Verband sprach von einem «fürstlichen Geschenk an die Strombarone», wobei diese nicht einmal ihre Leistung verbessern müssten.

Der Bund begründet den Wechsel damit, dass die bisherige Berechnungsart im internationalen Vergleich zu eher tiefen Werten geführt und grosse Schwankungen aufgewiesen habe. In Zukunft sei die Verzinsung marktgerechter und weniger volatil. Das stütze die Investitionen in das Netz.

Die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien macht eine Modernisierung des Stromnetzes notwendig. Der Bund schätzt die notwendigen Investitionen auf mindestens 6,4 Milliarden Franken.

SDA

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