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«Intelligente Bescheidenheit täte der SRG gut»

Eine Petition fordert die Halbierung der Radio- und TV-Gebühren, Hunderte Leser pflichten dem bei. Woher rührt die Aversion gegen die Rundfunkanstalt? Ehemalige Fernseh-Macher antworten.

143'000 Unterschriften für eine Halbierung der SRG-Gebühren, Hunderte wütende Kommentare über «Zwangsgebühren für das verfilzte Leutschenbach». Hannes Britschgi, ehemaliger Rundschau-Chef, zitiert den früheren SF-Direktor Peter Schellenberg: «Wir siegen uns zu Tode.» Bei zu viel Macht und zu vielen Privilegien werde die Empfindlichkeit in der Bevölkerung irgendwann zu gross, sagt Britschgi zu .
143'000 Unterschriften für eine Halbierung der SRG-Gebühren, Hunderte wütende Kommentare über «Zwangsgebühren für das verfilzte Leutschenbach». Hannes Britschgi, ehemaliger Rundschau-Chef, zitiert den früheren SF-Direktor Peter Schellenberg: «Wir siegen uns zu Tode.» Bei zu viel Macht und zu vielen Privilegien werde die Empfindlichkeit in der Bevölkerung irgendwann zu gross, sagt Britschgi zu .
Keystone
«Was sind schon 143'000 Unterschriften, verglichen mit Millionen Schweizer Stimmberechtigten?», fragt Peter Studer, SF-Chefredaktor von 1990 bis 1999. Er relativiert die angebliche Aversion gegen die SRG. Umfragen attestierten den SRG-Programmen regelmässig eine hohe Akzeptanz. Studer sieht trotzdem Verbesserungsmöglichkeiten: «Virus und Classic Radio braucht es nicht, einige Sendungen sind billig gemacht.»
«Was sind schon 143'000 Unterschriften, verglichen mit Millionen Schweizer Stimmberechtigten?», fragt Peter Studer, SF-Chefredaktor von 1990 bis 1999. Er relativiert die angebliche Aversion gegen die SRG. Umfragen attestierten den SRG-Programmen regelmässig eine hohe Akzeptanz. Studer sieht trotzdem Verbesserungsmöglichkeiten: «Virus und Classic Radio braucht es nicht, einige Sendungen sind billig gemacht.»
Keystone
Der neue SRG-Generaldirektor Roger de Weck (Bild) habe immerhin das Defizit der vergangenen Jahre verringert, sagt Peter Studer. Dies sei bezüglich Akzeptanz in der Bevölkerung ein wichtiger Punkt.
Der neue SRG-Generaldirektor Roger de Weck (Bild) habe immerhin das Defizit der vergangenen Jahre verringert, sagt Peter Studer. Dies sei bezüglich Akzeptanz in der Bevölkerung ein wichtiger Punkt.
Keystone
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SVP-Nationalrätin Natalie Rickli zieht gegen die SRG vom Leder – und viele ziehen mit. Die Petition, die dem «Gebührenmonster» den Geldhahn zudrehen will, wurde 143'000 Mal unterschrieben, Hunderte Redaktion Tamedia-Leser pflichten dem Ansinnen bei, ärgern sich über «Zwangsgebühren» und das «verfilzte Leutschenbach». Woher rührt dieser Unmut gegen die SRG, die nüchtern betrachtet nur ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt?

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