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Im Tarifstreit reichen Physiotherapeuten 150'000 Unterschriften ein

Die Tarife für physiotherapeutische Behandlungen sind seit 15 Jahren nicht mehr angepasst worden. Mit einer Petition verlangen die Physiotherapeuten bessere Arbeitsbedingungen.

Solider Klotz mit 150'000 Unterschriften: Der Physioswiss-Vorstand mit Mirjam Staufer, Pia Fankhauser und Präsident Roland Paillex bei der Übergabe in Bern.
Solider Klotz mit 150'000 Unterschriften: Der Physioswiss-Vorstand mit Mirjam Staufer, Pia Fankhauser und Präsident Roland Paillex bei der Übergabe in Bern.

Der Physiotherapie-Verband Physioswiss hat die Mitte April lancierte Petition «Ja zur Physiotherapie» bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Innert sechs Wochen haben über 150'000 Personen das Anliegen unterstützt. Die Sammelaktion stellt damit eine der erfolgreichsten Petitionen der Schweizer Geschichte dar, wie Physioswiss in einer Medienmitteilung schreibt.

Physioswiss hatte bereits im März 2012 Gesundheitsminister Alain Berset eine Resolution übergeben – mit der Aufforderung, sich für die Qualität in der Physiotherapie einzusetzen und Klarheit bei der Tariffrage zu schaffen, damit die Festsetzungsverfahren ohne Verzögerung durchgeführt werden könnten.

Erster Teilerfolg

Bereits vor der Übergabe hat die Petition ihre erste Wirkung gezeigt. Der Bundesrat hat mit einem offiziellen Schreiben mitgeteilt, dass die Kantonsregierungen für die Festlegung der Taxpunktwerte zuständig sind. «Wir haben das erwartet. Für uns ging es darum, dass in dieser Frage Klarheit herrscht», sagte Pia Fankhauser, Sprecherin von physioswiss.

Nun könnten die Kantone nicht mehr auf den Bund verweisen. Viele sistierten die Festsetzungsverfahren, weil der Bundesrat gemäss ihren Einschätzungen die Zuständigkeit nicht eindeutig und unmissverständlich geklärt habe.

Sieben Kantone erhöhen Tarife

Bisher haben sich lediglich sieben Kantone für die Erhöhung des Taxpunktwertes entschieden. «Wir bewegen uns im Schneckentempo», so Fankhauser. Der Verband sei aber zuversichtlich, dass es jetzt vorwärts gehe.

Roland Paillex, Physioswiss-Präsident, bei der Petitionsübergabe: «Die hohe Anzahl der Unterschriften zeigt unmissverständlich, dass die Schweizer Bevölkerung möglichst rasch eine Serie von positiven Entscheiden für die Physiotherapie nach über 15 Jahren des Wartens wünschen.»

SDA

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