Zum Hauptinhalt springen

«Ich hole meine Ideen nicht in Kuba»

Corrado Pardini kämpft gegen längere Ladenöffnungszeiten. Den Bürgerlichen wirft der SP-Nationalrat vor, sich nach Economiesuisse zu richten. Er selber höre auf andere.

Bezichtigt die Freisinnigen einer Salamitaktik: Der Gewerkschafter und Nationalrat Corrado Pardini.
Bezichtigt die Freisinnigen einer Salamitaktik: Der Gewerkschafter und Nationalrat Corrado Pardini.
Keystone

Herr Pardini, Sie haben heute die Debatte zu den Ladenöffnungszeiten fast zur Schicksalsfrage der Schweizer Demokratie hochstilisiert. War das nicht ein wenig übertrieben?

Wenn das Volk mehrmals gegen die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten gestimmt hat, in Zürich sogar mit 71 Prozent Ja-Stimmen, und die Freisinnigen auf Schleichwegen gegen diesen deutlichen Volkswillen handeln wollen, so ist das ein Missbrauch des Parlaments. Aber wer mir richtig zugehört hat, versteht: Das Problem für die Demokratie besteht darin, dass eine Mehrheit dieses Parlaments nach der Pfeife der Economiesuisse tanzt. Sie macht Politik für die privaten Interessen von einem Prozent der Bevölkerung – statt für das öffentliche Interesse, wofür wir alle eigentlich gewählt wären.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.