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Hochschulen setzen im Kanton Waadt Gentech-Weizen

Universität und ETH Zürich dürfen ihren Feldversuch in Pully durchführen. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde der Anwohner gegen das Gentech-Projekt abgewiesen.

Bereits gepflanzt: Gentechnisch veränderte Weizensetzlinge bei der ETH-Forschungsanstalt Reckenholz in Zürich.
Bereits gepflanzt: Gentechnisch veränderte Weizensetzlinge bei der ETH-Forschungsanstalt Reckenholz in Zürich.
Keystone

Laut dem Urteil des Gerichts sind die Sicherheitsanforderungen bei dem Freisetzungsversuch erfüllt. Der Entscheid kann beim Bundesgericht angefochten werden. Geschieht dies nicht, können Universität und ETH Zürich im Frühling 2009 den Weizen setzen.

Die Hochschulen wollen versuchsweise gentechnisch veränderten Weizen anbauen, der gegen Pilzerkrankungen resistent sein soll. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) erteilte 2007 die Bewilligung für drei Versuchsjahre. Mehrere Anwohner gelangten dagegen ans Bundesverwaltungsgericht.

300 Meter Distanz zu nächstem Anbaufeld

Es hat ihre Beschwerde nun abgewiesen. Die Beschwerdeführer hatten argumentiert, dass Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Organismen unbekannte Gefahren mit sich bringen würden. Das Gericht räumt ein, dass nicht alle Auswirkungen bekannt sind. Der Gesetzgeber habe Versuche dennoch nicht ausschliessen wollen.

Die im Gentechnikgesetz gestellten Sicherheitsanforderungen seien auf jeden Fall erfüllt. So seien alle Vorkehren getroffen worden, um eine Kreuzung mit Pflanzen zu verhindern, die von Menschen konsumiert werden könnten. Das nächste Anbaufeld befinde sich in einer Distanz von 300 Metern.

Kein permanenter Wachmann

Zudem habe das Bafu verlangt, dass in einem Rayon von 60 Metern wilder Weizen aufgespürt und am Blühen gehindert werde. Anders als im zürcherischen Reckenholz, wo ebenfalls Feldversuche mit genmanipuliertem Weizen stattfinden, sei es in Pully auch nicht erforderlich, dass permanent ein Wachmann vor Ort sei.

Das Feld in Pully befinde sich im Gegensatz zu Reckenholz in der Nähe von Wohnquartieren. Die soziale Kontrolle sei damit grösser. Schliesslich haben die Richter auch den Einwand zurückgewiesen, dass ungeprüft geblieben sei, ob der Versuch nicht zunächst in einem isolierten Millieu hätte durchgeführt werden können.

SDA/oku

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