Herber Dämpfer für die Windkraft

Das Glarner Kantonsparlament hat einen möglichen Standort für Windparks in Bilten aus dem kantonalen Richtplan gekippt.

200 Meter hoch sollen die geplanten Windanlagen in der Linthebene werden. Anwohner wehren sich gegen das Projekt. Fotomontage: St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerk AG

200 Meter hoch sollen die geplanten Windanlagen in der Linthebene werden. Anwohner wehren sich gegen das Projekt. Fotomontage: St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerk AG

Die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke haben einen herben Dämpfer für ihr Projekt «LinthWind» in der Linthebene abbekommen. Das Glarner Kantonsparlament, der Landrat, folgte am Mittwoch mehrheitlich der Regierung und kippte einen möglichen Standort für Windparks in Bilten in der Gemeinde Glarus Nord aus dem kantonalen Richtplan.

Der Landrat diskutierte mehr als eine Stunde lang alleine über den Windpark in Bilten. Am Schluss konnten die Gegner des Projektes «LinthWind» aufatmen: Der Landrat folgte mit 30 zu 24 Stimmen dem Antrag der Regierung und strich die Windenergiezonen in Bilten aus dem Richtplan. Die vorberatende Kommission hatte die Zone noch knapp befürwortet.

Gegen die Windenergiezone hatten vor allem SVP und CVP ziemlich geschlossen gestimmt. Die für die Mehrheit notwendigen weiteren Stimmen kamen aus fast allen andern Fraktionen. Für die Zone waren umgekehrt vor allem Grüne, SP, Grünliberale und BDP.

Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) will nördlich und südlich von Bilten total vier oder fünf Windturbinen aufstellen. In einer ersten Reaktion bedauert die SAK den Entscheid des Landrates. Man werde in den nächsten Wochen das weitere Vorgehen prüfen, hiess es.

anf/sda

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