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Helsana muss Prämien senken

Auf Veranlassung des Bundes muss die Helsana ihre Krankenkassenprämien in sechs Kantonen senken.

Die Kasse spricht von Nötigung durch den Bund: Sie hätte angesichts steigender Gesundheitskosten die Prämien erhöhen wollen.

Die Helsana habe sich entschieden, in den «sauren Apfel» zu beissen, sagte Sprecher Rob Hartmans zu einem Bericht des «Tages-Anzeiger» vom Samstag. Die Prämien für Helsana-Versicherte in den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Waadt, Genf, Neuenburg und Tessin werden 2009 um zwei bis drei Prozent sinken.

Um die Senkung zu verhindern, hätte Helsana, der grösste Schweizer Krankenversicherer, den Gerichtsweg beschreiten müssen. «So hätten wir den Kunden aber die neuen Prämien nicht mitteilen können,» sagte Hartmans. Das hätte zu grosser Unsicherheit geführt.

Es sei grotesk, wenn während einer Finanzkrise ein Unternehmen gezwungen werde, Kapital abzubauen, sagte Harmans weiter. Bei den Banken werde schliesslich nun verlangt, dass sie ihr Eigenkapital aufstockten.

Bund hat Aufsichtsfunktion

Hintergrund für die verlangten Senkungen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Reserven der Versicherer. Der Bund forderte die Kassen auf, die Reserven in einigen Kantonen zu senken. «Kantonale Reserven sind eine virtuelle Grösse in unserer Buchhaltung», sagte dazu Hartmans. Massgeblich seien die nationalen Reserven.

Der Bund habe eine Aufsichtsfunktion und diese habe er auch wahrgenommen, sagte Jean-Marc Crevoisier, Sprecher des Eidg. Departements des Innern (EDI), auf Anfrage. Das Bundesamt für Gesundheit werde am kommenden Freitag über die neuen Prämien informieren und dann auch die entsprechenden Überlegungen darlegen.

SDA/mbr

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