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Heikle Bankdaten für die USA

Der Bundesrat bietet gemäss Recherchen von Radio DRS den USA mehrere tausend Kundenmails verschiedener Banken an. Im Gegenzug erhofft er sich ein Steuerabkommen.

Hofft auf einen Steuerdeal mit den USA: Bundesrätin Widmer-Schlumpf.
Hofft auf einen Steuerdeal mit den USA: Bundesrätin Widmer-Schlumpf.
Keystone

Gemäss Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf bietet der Bundesrat in Absprache mit der Grossbank Credit Suisse und anderen Schweizer Banken den US-Steuerbehörden mehrere Millionen bankinterner Kundenmails an, berichtet Radio DRS. Darunter seien auch solche zwischen Bankberatern und ihren Kunden.

Weiter seien unter den Dokumenten interne Bankanweisungen, Personalunterlagen und Kundenprofile zu finden, jedoch keine Kontodaten, wie «Blick»schreibt.

Die Mails seien jedoch alle verschlüsselt, damit die US-Behörden sie nicht lesen könnten. Es handelt sich um rund 20'000 codierte Daten. Im Gegenzug fordert der Bundesrat ein Steuerabkommen mit Washington, eine Globallösung für alle 300 Banken in der Schweiz. Sobald dieses stehe, würde ein Entschlüsselungsmechanismus für die heiklen Daten nachgeliefert.

Treffen mit Geithner am WEF

Widmer-Schlumpf hat die Wirtschaftskommission des Nationalrats über die Weitergabe der verschlüsselten Mails informiert, wie Radio DRS auf seine Website schreibt. Die Credit Suisse und andere Schweizer Banken wollen mit dieser Offenlegung den USA entgegenkommen, um das Problem amerikanischer Steuerhinterzieher für den Schweizer Finanzplatz zu lösen.

Gemäss «Blick» soll sich der Bundesrat bereits letzte Woche für diese Strategie entschieden haben. Nach einer Unterredung mit US-Finanzminister Timothy Geithner am WEF in Davos habe sich Widmer-Schlumpf zuversichtlich über eine baldige Lösung gezeigt.

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