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Hausdurchsuchungen an EADS-Standorten

Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wien hat die Bundeskriminalpolizei verschiedene Hausdurchsuchungen durchgeführt. In Deutschland und Österreich fanden ebenfalls Razzien statt.

Sogenannte Kickback-Zahlungen werden beim Rüstungsdeal vermutet: Eurofighter Typhoon der deutschen Luftwaffe startet am Flugplatz Emmen. (Archivbild)
Sogenannte Kickback-Zahlungen werden beim Rüstungsdeal vermutet: Eurofighter Typhoon der deutschen Luftwaffe startet am Flugplatz Emmen. (Archivbild)
Keystone

Hintergrund sind vermutete Kickback-Zahlungen rund um den Eurofighter-Kauf der Republik Österreich. Die Bundesanwaltschaft bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA die Hausdurchsuchungen in der Schweiz, konnte aber keine näheren Angaben zum laufenden Verfahren machen.

Die Informationshoheit liege jeweils bei den zuständigen ausländischen Strafverfolgungsbehörden, teilte die Bundesanwaltschaft weiter mit.

Inwiefern die Schweiz involviert ist, blieb unklar. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern EADS unterhält Niederlassungen des Geschäftsbereiches Cassidian und ein Eurofighter-Büro in der Schweiz, wie der Konzern auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bestätigte. Keine Stellungnahme wollte EADS zu den laufenden Ermittlungen geben.

Razzien in Linz, Tirol und München

In Österreich erfolgten in Linz und in Tirol Razzien, in Deutschland wurden von rund 50 Beamten drei EADS-Standorte im Grossraum München durchsucht, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Dienstag meldete. Dort ermittelt die Staatsanwaltschaft den Angaben zufolge gegen 14 Beschuldigte.

Im Zentrum der Hausdurchsuchungen in Österreich stehen zwei Lobbyisten, die verdeckt an der Gegengeschäfte-Agentur EBD beteiligt gewesen sein sollen.

In Tirol wurde eine Hausdurchsuchung bei einem deutschen Staatsbürger durchgeführt. Er soll ab 2004 Firmengeflechte mit aufgebaut haben, die über Kickback-Zahlungen gelaufen sein könnten.

SDA/ses

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